Ein bisschen Sommer am See

sommer
Ein wenig neidisch snd wir hier schon auf das deutsche Sommerwetter. 30, 35 Grad – ach, wie schön wär das mal zwischendurch! Dagegen ist das romantische Feuer, das morgens und abends bei uns im Holzofen knistert, nur ein schwacher Trost. Mehr als 20 Grad schafft das Thermometer einfach nicht, hier oben am Lac Dufresne.

Dabei befindet sich der Sommer in diesem Teil Kanadas bereits im Endspurt. Schon jetzt ist das satte Grün der Baumgipfel verblasst. Ein Hauch von Herbst macht sich breit. Die Handwerkerferien, kalendarischer Gradmesser des Sommers n Québec, sind vorbei. Schade für die Handwerker, gut für den Rest: Der Verkehrsstau zwischen Montréal und dem Laurentiden-Gebirge, wo wir uns befinden, schrumpft. Und damit der Stressfaktor Autofahren.

Die schlechte Nachricht: Sobald die Handwerkerferien vorbei sind, beginnt wieder der Slalom um die Baustellenkegel, die inzwischen zum Stadtbild von Montréal gehören wie die Kathedrale und der Mont Royal.

Summer in the City? Fehlanzeige. Schade für die meisten Montréaler, die sich gerade erst vom härtesten Winter erholen, seitdem es Wettermessungen gibt. Für uns herrschen freundlichere Aussichten: Der nächste Januar kommt bestimmt. Dann holen wir den Sommer eben auf Mallorca nach.

Zur Not auch unterm Wärmepilz.