Urlaub – wie fühlt sich das an?

FLIEGEN? NEIN DANKE! Das überlassen wir den Kanada-Gänsen © Bopp

So richtig kann ich es immer noch nicht glauben: Wir machen Urlaub! Mit dem Auto geht’s nach Nova Scotia an die kanadische Atlantikküste, vierzehn Stunden ein Weg. Lore fährt, ich sitze daneben. Es sind die Augen, die mich auf unserer ersten Ferienreise seit fast eineinhalb Jahren zum Beifahrer degradieren.

Spanien und das Allgäu, wo wir jetzt auch gerne wären, müssen weiterhin auf uns warten, denn fliegen kommt nicht infrage. Wir wollen nicht mitschuld daran sein, dass die Covid-Zahlen wieder explodieren.

Also machen wir Urlaub daheim, im wunderschönen Kanada. Auch wenn „daheim“ vierzehn Autostunden von Montreal entfernt liegt.

Eine Berliner Bekannte besuchte uns neulich auf der Durchreise zu ihren Eltern nach Ottawa. Ihren Trip bezeichnete sie als „Horror“. Zweimal verpasste sie wegen einer verkorksten Covid-Logistik im Flughafen die Anschlussmaschine. Die Fragerei im Airport war nervenaufreibend und zeitraubend.

Covid macht Flugreisen zum Albtraum.

Will ich wirklich von Flughafen zu Flughafen mehr als 20 Stunden mit Maske unterwegs sein? Täglich mehrmals von den Gesundheitsbehörden angerufen und kontrolliert werden, ob ich die Corona-Bestimmungen auch wirklich einhalte?

Und dann das Ambiente im Flieger selbst: Dass den armen FlugbegleiterInnen das Lächeln hinterm Plexiglasschirm und im Schutzanzug schwerfällt, verstehe ich gut.

Also haben wir uns zu einer sehr langen, aber hoffentlich stressfreien Autofahrt entschlossen. Auch die ist freilich nicht ganz frei von Bürokratie. Wer von Quebec nach Nova Scotia reist, muss sich zuvor online anmelden – doppelter Impfnachweis inklusive.

Finde ich gut. Wenn schon keine Impfpflicht, dann eben mit sanftem Druck gegen Trittbrettfahrer, die sich ohne triftigen Grund den Pieks nicht verpassen lassen wollen.

Los, Leute, lasst euch impfen! Zur Belohnung gibt’s dann auch einen hübschen Reiseblog von unserem Roadtrip nach Nova Scotia.

VON MONTREAL/QUEBEC NACH LUNENBURG/NOVA SCOTIA in 14 Stunden. Wesentlich näher wäre es über den US-Bundesstaat Maine. Leider lassen die Covid-Bestimmungen keine Autofahrt durch die USA zu.

Wenn der Balkon zur Loge wird

UM FÜNF UHR MORGENS erwacht die Stadt.

Über den Wolken, sagt man, müsse die Freiheit grenzenlos sein. Ich behaupte, dass der Blick von meinem Balkon im 6. Stock mehr fürs Auge bietet als jedes Flugzeugcockpit. So hatte sich der kleine Herbert in Ummendorf immer „Wohnen in der Großstadt“ vorgestellt.

Die Wolkenkratzer der Montrealer City grüßen großspurig in Beton und Glas aus der Ferne. Der Fluss, der hier noch Kanal heißt, plätschert behäbig am Haus vorbei – so, als müsse er noch Kraft tanken, ehe er ein paar hundert Meter stadteinwärts vom mächtigen St.-Lorenz-Strom verschlungen wird. Hier darfst du noch ruhen, kleiner Bach. Der Heilige Lorenz weiter unten kennt keine Gnade für schlaftrunkene Wellen, wenn er sich dann in mehr als zwei Kilometern Breite vor dir aufbaut.

Direkt unterm Balkon, im Park ohne Namen, kommen um 5 Uhr morgens die ersten Dosensammler, wühlen in den Recycling-Containern und machen leider nur kleine Beute. Blech gehabt: Die letzten Aluminiumschürfer waren noch kurz vor Mitternacht da. Viel wird nicht recycelt zwischen Mitternacht und Morgengrauen.

Steht die Sonne am Himmel, kommen bald auch die ersten Kinder. Achja, die Kinder. Manche von ihnen könnte man verknuddeln und sofort adoptieren. Andere eher nicht. Gibt es eigentlich so etwas wie die angeborene Schreihalseritis, oder haben Eltern ihnen dieses überschaubare Talent beigebracht?

Und dann die Hundeparade! Schwarze, weisse, dünne, fette, süße, hässliche, laute, leise, stumme. Nichts scheint andere Menschen mehr zu bewegen als Hunde.

Babies und Hunde seien die beste Garantie dafür, neue Menschen kennen zu lernen, hatte Cassians Kinderärztin gesagt, als wir damals neu ins Dorf gezogen waren und keine Menschenseele kannten. Die Frau Doktor hatte Recht. Hunde und Babies sorgen immer für Gesprächsstoff. Wir lernten im Laufe der Jahre viele von ihnen kennen. Hunde und Babies.

Unsere Wohnung im 6. Stock erinnert mich an Ferienwohnungen, wie wir sie zwölf Winter auf Mallorca hatten. Freilichtkino rund um die Uhr.

Wir besitzen ein wunderbares Opernglas. Manchmal würde ich mich einfach gerne ans Balkongeländer stellen und Voyeur spielen. Halten sie Händchen oder tun sie nur so? Ja, er ist mit einer Frau unterwegs. Ob das wohl seine ist? Und da: Ein Umweltferkel, das einfach seine Chipstüte auf dem Gras liegen lässt. Hallo? Geht’s noch?

SCHULAUSFLUG mit anschließendem Bootfahren

Die Frau an meiner Seite sagt, das mit dem Fernglas sei unanständig und gehe gar nicht. An manche Regeln halte ich mich zähneknirschend, weil das Nichteinhalten derselben nur Ärger bringen würde. Also bleibt das Opernglas der Oper vorbehalten, die wir aber so gut wie nie besuchen.

Nur manchmal, wenn das Eichhörnchen in der alten Esche direkt vor unserem Balkon aus seinem Nest kriecht und Morgenluft wittert, lege ich den Feldstecher an und begegne dem flinken Winzling auf Augenhöhe. Was immer das bei meinem bescheidenen Sehvermögen heissen mag.

Direkt unter uns gibt es einen Bootsverleih. Tretboote, die aussehen wie putzige Schwäne. Weisse Boote mit Elektromotor, die vielleicht gerne erwachsen wären und als Yachten übers Mittelmeer segeln würden. Kajaks, Kanus, Familienboote – so ziemlich alles, was schwimmt, ist hier halbstundenweise zu mieten. Manche Leute tun sich schwer, ins Boot zu kommen. Andere wiederum haben Probleme beim Aussteigen. Geschmeidigkeit ist eine Körpertechnik, die manche mehr, manche weniger beherrschen.

Montrealer sind ein sportliches Volk. Jogger, und Radler. Radler, die neben Joggern herfahren, Jogger, die ihre radelnde Frau begleiten. Skateboarder und Inlineskater. Rollschuhe, deren Felgen nachts leuchten wie der Times Square.

Unfassbar, was die Bewegungsndustrie sich alles ausgedacht hat, seitdem wir auf der Ummendorfer Umlach mit angeschnallten Schlittschuhkufen unterwegs waren. Vorausgesetzt der Winter war gnädig genug, die Umlach zufrieren zu lassen.

Hinter dem Park, auf der anderen Kanalseite, tuckert dreimal am Tag ein schwerfälliger Zug über die Stadtkulisse. Zwei Dieselloks schleppen schwer an fünf, sechs Waggons. Ich weiss inzwischen, wohin die Reise geht: In die Getreidemühle, ein paar hundert Meter kanalaufwaerts. Von dort kommt unser täglich‘ Brot, das wir spater bei „Mamie Clafoutis“ oder in der Markthalle gegenüber von uns kaufen.

Morgens, immer zur selben Zeit, wackelt eine Gruppe junger Mütter mit Kinderwagen durch den Park. Sie machen auf Kommando eines verdammt gut gebauten (ich hasse ihn!!!) Kerls ihre täglichen Fitnessübungen. Am Ende des Parks kommt die Karawane zum Stehen. Jetzt werden Yogamatten ausgelegt. Die Mamas üben sich in Meditation. Adonis hat jetzt seinen ganz großen Auftritt.

Showtime!

DIE MAMA-PARADE (Adonis mit rotem Rucksack)
DAS BÄHNLE bringt uns unser täglich‘ Brot
BOOTSVERLEIH mit Kähnen und Schwänen. Im Hintergrund Montreals größte Markthalle.
HIER DARF DER KANAL noch Bach sein

Schlüsselerlebnisse

Es gibt Tage, da denkst du, Herr Alzheimer klopft bei dir an. Das ist einerseits erschreckend, andererseits aber auch ziemlich lehrreich. So werde ich vermutlich nie wieder den Toilettenschlüssel eines Cafés in die Hosentasche stecken und dafür meinen Schlüsselbund zur Rückgabe auf den Tresen legen. So geschehen heute Nachmittag.

Zufall oder nicht? Kurz vor dem Schlüsselerlebnis im Café Olympico kommt die Nachricht der Hausverwaltung aufs Handy, dass die angeforderte Kopie des Wohnungsschlüssels jetzt fertig und abholbereit sei.

Knapp eine halbe Stunde später, nach einem Latte mit Marmorkuchen im Café Olympico mit anschließender Pipipause, dann der Griff in die Hosentasche: Der Schlüssel gehört nicht mir, es ist der Kloschüssel vom „Olympico“. Wo ist meiner?

Im „Olympico“ natürlich. Auf dem Tresen neben der Kasse. Dorthin hatte ich ihn gelegt, in der Annahme, es handle sich um den Café-Schlüssel.

Wir kehren von unserem Spaziergang in Richtung Litte Italy um, machen uns zu Fuß wieder in Richtung „Olympico“ und bitten um Abbitte und um meinen Schlüsselbund.

„War dir das jetzt eigentlich peinlich?“, fragt die Frau an meiner Seite besorgt. „Nein“, sage ich, „peinlich nicht. Aber es macht mir Angst“.

Muss es nicht, sagt Markus Hofmann, Gedächtnistrainer aus München. Ich habe ihn im Internet gefunden, denn das Schlüsselerlebnis ging mir tatsächlich für einige Zeit nicht mehr aus dem Kopf.

Wenn die Merkfähigkeit im Alter nachlasse, sagt Herr Hofmann, sei das noch lange kein Grund zur Sorge. In den wenigsten Fällen sei es Herr Alzheimer, der anklopfe. Vielmehr gehöre eine Portion Vergesslichkeit durchaus zum Normalfall, wenn man auf die 80 zugehe. (Habe ich das wirklich geschrieben? Ich gehe auf die 80 zu? Unfassbar!)

Egal. Die Merkfähigkeit könne man sich auch im Alter wieder antrainieren, sagt Herr Hofmann in einem „Focus“-Interview und schlägt vor, eine Art mentalen Briefkasten einzurichten, in dem wir wichtige Informationen ablegen.

So helfe es beispielsweise im Alltag, sich von Gegenständen wie Schlüssel, Handy oder Geldbeutel aktiv zu verabschieden, bevor man sie ablegt. Zum Beispiel so: „Liebes Handy, ich stecke dich jetzt in die Außentasche meines Rollkoffers.“ So speichere man bewusst die Information beziehungsweise den Ort des Gegenstandes ab.

Danke, Herr Hofmann, für diese Tipps. Es ist nur so, dass ich vor nicht allzu langer Zeit schon einmal so ein Schlüsselerlebnis hatte. Damals ist es in einem Sandwichladen an der Rue St. Denis passiert. Ich hatte den fremden Kloschlüssel einfach in die Hosentasche gesteckt und das Versehen erst zuhause bemerkt.

Das war mir damals wirklich peinlich. So peinlich, dass ich den Schlüssel in einen frankierten Umschlag steckte und mit der Post an den Sandwichladen schickte. Ohne Kommentar und ohne Absender.

Nicht die feine Art, ich weiß. Aber immer noch besser, als ständig Herrn Alzheimer als Entschuldigungsgrund zu bemühen.

Und jetzt alle:

Lieber Schlüsselbund, ich werde dich nie wieder achtlos in einem Lokal zurücklassen, sondern immer in die rechte Hosentasche stecken. Danke!

Der Eishockey-Banause in mir

Montreal fiebert dem Stanley Cup entgegen – und mich lässt des Kanadiers liebste Sportart kalt. Dabei gibt es mehr als den Cup in den Eishockey-Arenen dieser Welt nicht zu gewinnen. Und Montreal ist ganz nah dran – und ich ganz weit weg. Wenn aber Italien gegen Spanien Fußball spielt, muss ich meine Stimmbänder schonen. Da kann ich für nichts garantieren.

Meine kanadischen Freunde finden Fußball langweilig. Es passiere ja nichts und die akrobatischen Übungen, „the dives“, wie mein Kumpel Doug sagt, gehen ihm auf den Wecker. Überhaupt seien viele Fußballer wie Ballerinas, die sich in Szene setzen, wenn gerade eine Kamera auf sie gerichtet ist.

Außerdem, so die vorherrschende Meinung in meinem kanadischen Freundeskreis, seien die meisten Fußballprofis schlicht „Sissies“, die schon bei einer blutigen Nase nach der Krankenbahre rufen, während der Eishockeycrack sich gerade mal kurz seinen offenen Schädelbasisbruch massiert und weiterspielt.

Gestern Abend, als das wohl wichtigste Spiel der Montreal Canadiens seit Jahren über den Bildschirm lief, bin ich eingeschlafen, als es gerade in die Verlängerung ging. Auf dem „Place des Spectacles“,nur ein paar U-Bahn-Stationen von uns, versammelten sich Tausende zum Public Viewing und Fähnchen schwingen. Ich schlief tief und fest.

Ganz ehrlich? Jeder Eckball von Kasatchschan löst bei mir mehr Begeisterung aus als das alles entscheidende Powerplay beim Eishockey.

Mein Freund Doug, der von Fußball ungefähr so viel versteht wie ich von Hallenhalma, dafür aber den Ruf eines veritablen Eishockeykenners hat, ist zurzeit missionarisch bei mir unterwegs. Er will mir eine Sportart nahebringen, die bei mir ungefähr so viel Gefühlsregungen auslöst wie wenn ich Ölfarbe beim Trocknen zuzusehe.

Hockey can be fast, fluid and beautiful“, schreibt er mir eben. Wie bitte? Das „beautiful“ im Zusammenhang mit Eishockey empfinde ich schon fast als Plasphemie und kann es deshalb unmöglich so stehen lassen. Ist nicht Fußball in der ganzen Welt als „the beautiful game“ bekannt?

Mit Sachverstand komme ich bei Doug nicht weiter, deshalb versuche ich es eben poetisch.

Mit Fußball und Eishockey, antworte ich ihm, sei es ungefähr so wie mit einem See und dem Ozean. Der See ist wunderschön, man kann wunderbar sein Auge darauf ruhen lassen und den Blick darauf genießen, auch wenn nicht viel passiert.

Der See ist der Fußball.

Das Meer dagegen ist wild, sage ich, laut und gewaltig,. Außerdem ist es bedrohlich und überwältigend, wenn es stürmt. Den Blick darauf ruhen zu lassen, ist schon wegen des Wellengangs nicht möglich.

Das ist Eishockey.

Doug findet den Vergleich gut und setzt ihn auf seine Facebook-Seite. Sollen sich doch seine Eishockey-Kumpels darüber die Haare raufen.

Für mich ist und bleibt Fußball „The beautiful game“.

Forza Azzurri!

Québec et moi? C‘est compliqué!

QUÉBEC UND DER REST DER WELT: Es ist kompliziert. Foto: Bopp

Am 24. Juni begehen die Québecer ihren Nationalfeiertag, La Fête Nationale SaintJeanBaptiste. Anlass genug, um über das komplizierte Verhältnis nachzudenken, das mich mit jenem Teil Kanadas verbindet, in dem ich schon mein ganzes Erwachsenen-Leben verbringe.

Mit Québec ist es ein bisschen wie mit der Uefa und dem Fußball. Das, was sich auf dem Platz abspielt, ist wunderbar, spannend, sehenswert. Aber die Drahtzieher hinter den Kulissen vergeigen es mit unschöner Regelmäßigkeit.

Neulich, nach dem Spiel gegen Portugal, sitze ich noch mit einer Gruppe BrasilianerInnen zusammen. Sie leben und arbeiten seit kurzem in Montreal. Und sie lieben die Stadt meines Herzens schon jetzt nicht weniger als ich. So frei. So cool. So charmant.

„Ich bin hierher gekommen, weil ich mich unter Bolsonaros Regierung eingeengt fühlte”, erzählte mir ein junger Programmierer aus São Paulo.

Kaum 24 Stunden nach diesem Gespräch dann dies:

Ab sofort darf in allen Québecer Ministerien, Behörden und den dazugehörigen Aufzügen und Telefon-Warteschlangen nur noch Québecer Musik gespielt werden.

Nathalie Roy, die Kultusministerin dieser Provinz, sagt: Sie sei schockiert gewesen, während der Wartezeit in der Telefonschlange amerikanische Musik gehört zu haben.

“J’étais en attente sur la ligne téléphonique du ministère de la Culture et j’ai été renversée d’entendre un Américain me chanter une petite chanson en anglais”.

Geht’s noch engstirniger? Gibt es nach der Sprachenpolizei demnächst auch eine Musikpolizei in Québec?

Ich bin auch nach 40 Jahren noch nicht dahinter gekommen, was Politiker, die sicher schon ein bisschen was von der Welt gesehen haben, antreibt, anderen Menschen nicht nur vorzuschreiben, welche Sprache sie zu sprechen haben, sondern jetzt auch noch die Musikrichtung vorgeben.

Lady Gaga, Billie Eilish oder Eminem als Aufzugsmusik? Shocking!

Warum müssen Ladenbesitzer Strafe bezahlen, wenn sie die Waren in ihrem Schaufenster auf Englisch beschriften anstatt Französisch?

Vielleicht ist es die Angst davor, im sündigen Meer der englischsprachigen Umgebung Nordamerikas zu ertrinken. 400 Millionen anglophone Nordamerikaner gegen ein paar französischsprachige Québecer – muss einem da nicht Angst und bange werden?

Die meisten jungen Québecer, die ich kenne, haben für diese Art der Politik nur ein müdes Lächeln übrig.

Und die Älteren?

Viele von ihnen verstehen keinen Spass, wenn es um ihre Identität geht, „notre nation„, wie sie Québec nennen.

Als Reingeschmeckter tut man gut daran, sich nicht zu weit aus dem Fenster zu hängen, wenn es um Québecer Herzensangelegenheiten wie die Landessprache geht.

Versuchen wir also, dem Ganzen einen positiven Aspekt abzugewinnen:

Für mich sind es gerade die kleinen Unterschiede zum Rest Kanadas, die Québec zu dem machen, was ich am Leben liebe: Das gute Essen, die tollen Kneipen, Bistros und Restaurants. Menschen aus aller Welt. Gelebte Multikultur.

Es sind nicht die liebenswerten, charmanten und, ja, stolzen Menschen in Québec, die so einen Schmarrn wie Musikvorschriften für gut heißen. Es ist die Politik, die es immer wieder schafft, Dinge gegen die Wand zu fahren, die seit Jahrhunderten gut funktionieren.

Und jetzt? Je ne sais quoi.

Bonne Fête nationale

AUCH MAL FLAGGE GEZEIGT: Vor Jahren am Fête Nationale in Québec.