Eigentlich war heute Wandertag. Die Stullen waren geschmiert, die Bustickets gekauft, der Rucksack gepackt. Geplant war eine Wanderung von Artà aus, irgendwo Richtung Meer. Doch dann kam alles anders.
Artà, eine zauberhafte Stadt im Nordosten Mallorcas, hat uns so gut gefallen, dass wir einfach geblieben sind. Bei frühsommerlichen Temperaturen und jenem tiefblauen Mallorca-Himmel, den wir in den letzten Tagen und Wochen viel zu selten zu Gesicht bekommen hatten.
Dass wir in Artà hängen blieben, hat nicht nur – aber auch – mit dem Wochenmarkt zu tun, der jeden Dienstag auf der Plaça del Conqueridor im Zentrum von Artà stattfindet. Käse, Fisch, Obst, Gemüse, Backwaren, Ledersachen, Stoffe. Und für den, der’s mag, auch lebende Vögel.
Der Ort hat seinen eigenen Charme. Und dem konnten wir uns einfach nicht entziehen.
Dass aus dem Stadttag doch noch so etwas wie eine Mini-Wanderung wurde, hat hauptsächlich mit der Santuari de Sant Salvador zu tun. Die Pilgerstätte ragt über der Stadt wie ein wunderschön gemaltes I-Tüpfchen.
Einhundertachtzig Stufen umfasst der Kreuzweg, der von der im 14. Jahrhundert gebauten Pilgerstätte bis zum Berggipfel führt. Belohnt wird der Besucher dann mit einem spektakulären Panoramablick in alle Richtungen. Auch das Meer ist in einigen Kilometern Entfernung zu sehen.
Dass wir es heute nicht bis dorthin geschafft haben, sei uns verziehen. Ein weiterer Besuch dieser hübschen und dazuhin geschichtsträchtigen Stadt ist nicht ausgeschlossen. Von Palma aus sind es weniger als 70 Kilometer nach Artà. Für den reibungslosen Transport sorgte, wie immer, das öffentliche Bus-Verkehrsnetz.
