
Man muss Banksy nicht mögen, aber kennen sollte man ihn schon. Banksy ist ein anonymer britischer Street-Art-Künstler, der weltweit bekannt für seine provokativen, gesellschaftskritischen und oft sarkastischen Kunstwerke ist. Seine Arbeiten tauchen über Nacht an öffentlichen Orten wie Wänden, Straßen oder Brücken auf. Um schnell und präzise zu arbeiten, verwendet Banksy meistens Schablonentechniken.
In Montreal findet derzeit eine Banksy-Ausstellung statt – nicht mit Originalen, denn es handelt sich ja fast immer um Wandbemalungen, sondern mit Reproduktionen, die zwei Stockwerke des “Maison du Festival” füllen.
Die Motive seiner Werke regen zum Nachdenken an: Krieg, Konsumgesellschaft, soziale Ungerechtigkeit oder politische Macht. Ein bekanntes Beispiel ist das Bild eines kleinen Mädchens, das nach einem roten Luftballon in Herzform greift.
Banksy bleibt anonym, was zu seinem Mythos beiträgt. Die Werke, die nicht an Hauswände gebunden sind, werden bei Auktionen für Millionen verkauft – ein ironischer Gegensatz zu seiner Kritik an der Kommerzialisierung.
Bizarr das „Girl with Balloon“: Das Gemälde hatte sich noch während einer Auktion selbst geschreddert – unmittelbar nachdem es für über eine Million Pfund verkauft wurde. Später wurde es in New York für 25 Millionen Dollar weiterverkauft.
Mit den Erlösen seiner Kunstwerke finanziert Banksy, dessen Alter auf etwa 50 Jahre geschätzt wird, spektakuläre humanitäre Aktionen. So erwarb er vor einigen Jahren eine Yacht, die er zu einem Schnellboot umbauen ließ, um Geflüchtete im Mittelmeer zu retten.
Kurz nach Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine reiste Banksy – natürlich anonym – nach Kiew und in andere Städte. Oft unter Einsatz seines Lebens bemalte er Hauswände mit Anti-Kriegs-Illustrationen. Einige dieser Werke wurden später zur Gestaltung ukrainischer Briefmarken genutzt.
Banksy lediglich als Künstler zu bezeichnen, würde seinem Einfluss nicht gerecht. Er ist ein globales Phänomen, das Kunst und gesellschaftliche Botschaften auf einzigartige Weise verbindet.
Was für ein Glück, seine Arbeit quasi vor der Haustür bestaunen zu dürfen! Für meine Blog-LeserInnen in der Gegend von Montreal: Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich wirklich. Sie ist im Maison du Festival an der 305 Rue Ste-Catherine zu sehen, gleich neben der Konzerthalle.
Mehr dazu gibt’s >> HIER <<










































Entdecke mehr von BLOGHAUSGESCHICHTEN
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
Toll! Dankeschön für die vielen Bilder!
Ich habe erade mal geschaut, sowohl in München als auch in Hamburg läuft eine Banksy Ausstellung. Die in München wird sogar bis 16. Februar 2025 verlängert….
LikeGefällt 1 Person
Oh ja, das wäre was für Mutters Tochter. So schade, dass Montreal so weit weg ist… Deshalb ein großes Danke schön für diesen Post.
LikeGefällt 1 Person