Matt, Poppy und ganz viel Eis

Es wird: Der Frühling zieht langsam, ganz langsam auch in Montreal ein. Noch ziert sich der Fluss vor unserem Gebäude noch ein wenig, sein eisiges Kleid abzulegen. Aber mit jedem Tag, jedem Sonnenstrahl wird die Schicht dünner.

Der erste längere Spaziergang des Jahres ging – wohin sonst? – an den Alten Hafen. Noch warten keine fetten Kähne aufs Auslaufen, dafür werden ein paar Passagierschiffe reisefertig gemacht. Die Planken werden gewienert, die Rostflecken mit Farbe übertüncht.

Auch an den Kaimauern wurde gearbeitet. Um Platz für die Arbeiter zu schaffen, mussten vorher riesige Eisplatten entfernt werden. Bis die allerdings weggetaut sind, wird es noch eine Zeitlang dauern.

Und plötzlich stand irgendwann diese Woche Matt vor mir. Einfach so. Matt Holubowski, Cassians Jugendfreund und inzwischen bekannter Singer/Songwriter. Mit einem Stapel Bücher unterm Arm sind wir uns in meinem Stammcafé Indigo begegnet und verplauderten einen halben Nachmittag – so lange, bis wir beide der Meinung waren: Wir haben’s geschafft! Die Welt ist gerettet. Oder doch nicht?

Wenn schon nicht die Welt mit sich im Reinen ist, dann vielleicht das Weltall? Der Mond sogar? Artemis II – die bemannte Mission, die wieder Menschen auf einen Flug um den Mond bringt – ist am 1. April erfolgreich gestartet – sogar mit einem Kanadier an Bord. Poppy durfte bei diesem historischen Ereignis nicht fehlen. Sie war begeistert.

Oder, wie man im Englischen sagt: She was over the moon!


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