Fast eine Weihnachtsgeschichte: Die Helden von der Notaufnahme

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Sie habe, sagt die junge Frau im hellblauen Kittel, ihre beiden Kinder seit einer Woche nicht mehr gesehen. „Um 4:30 Uhr gehe ich aus dem Haus, vor 21 Uhr bin ich selten zurück“. Sie arbeite, wie so viele Krankenschwestern in diesen Tagen, zwei Schichten hintereinander. Wegen des Streiks um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen seien wertvolle Stunden verloren gegangen. Die müssen jetzt nachgeholt werden.

Ein Tag in der Notaufnahme eines Montrealer Krankenhauses lässt dich demütig und voller Respekt zurück. Aber auch wütend.

Warum ich am Mittwoch 15 Stunden im „Emergency Room“ des Jüdischen Krankenhauses in Montreal verbringen musste, tut hier nichts zur Sache. Es war dringend genug, um morgens um vier ans andere Ende der Stadt gefahren zu werden.

Die Notaufnahmen der Montrealer Krankenhäuser sind hoffnungslos überfüllt. Es fehlt an Personal und an Geld. Es fehlt auch an Equipment und Menschen, die diese Geräte bedienen können. Eine miserable Gesundheitspolitik hat sich im Laufe der Jahre zu einer Katastrophe hochgeschaukelt. So schlimm sind die Zustände, dass ein leitender Notfall-Mediziner jetzt vor einem vollständigen Kollaps des Systems warnte.

Dass mein Notfall dazuhin noch mitten in die Weihnachtszeit platzte, ließ sich leider nicht verhindern. Ich wurde zu einem der Patienten, die „unser Gesundheitssystem oft unnötigerweise verstopfen“, wie sich Gesundheitsminister Christian Dubé zu sagen erdreistet.

Ich mitten in der Nacht unnötigerweise in der Notaufnahme? Eher nicht.

Wie viele Patienten vor mir waren, kann ich nicht sagen. 70 vielleicht? Oder auch 100? Ich habe sie nicht gezählt. Ich weiß nur, dass die Ärztin, die mich morgens kurz vor fünf durchcheckte, abends noch immer im Dienst war, als ich gegen 18 Uhr das Krankenhaus verließ. Auch die Krankenschwester, die mir im Morgengrauen Blut abzapfte, fegte in der abendlichen Dunkelheit noch immer durch die Gänge. Und sie lächelte.

Als ich mich, weil ich im Eifer tatsächlich meine Stöcke im Empfangsbereich vergessen hatte, mühsam zum Scan schleppte und mich eine Pflegerin humpeln sah, packte sie ihr Sandwich wieder in die Tasche, schnappte einen Rollstuhl und schob mich über zwei Etagen. Stimmt, sagte sie leise, es sei ihre Mittagspause. „Aber ich kann Sie doch nicht einfach so durch die Gänge humpeln lassen!“

Demut ist ein Wort, das mir an diesem Tag mehr als einmal in den Sinn kam.

Irgendwann tönt ein Alarm aus dem Lautsprechersystem. „Code Lavender. Meet in Room 608“. Code Lavendel? Treffen im Zimmer 606? Eine Internet-Recherche schafft Klarheit. „Code Lavender“ ist das Stichwort, wenn ein Pfleger, eine Krankenschwester oder auch ein Arzt unter der psychischen Last zusammengebrochen ist. Es ist ein Hilferuf an Kolleginnen und Kollegen, sich in dem besagten Raum einzufinden und Beistand zu leisten. Durch aufmunternde Worte, eine Umarmung, ein Schulterklopfen. Oder auch nur durch ein Lächeln.

Während meines etwa 15stündigen Aufenthalts in der „Emergency“ des „Jewish Hospital“ wurde „Code Lavender“ zweimal ausgerufen.

Es ist jetzt irgendwann um die Mittagszeit. Ich sitze schon seit fast sieben Stunden in der Notaufnahme, bin am Einnicken. Ich wache auf, als meine Stöcke zu Boden fallen. Eine Krankenschwester ist schneller als ich, hebt sie auf und fragt mich, ob sie mir etwas zu Essen bringen könne. „Nein, danke“, sage ich. Sie lächelt, streicht mir über den Arm. Dann rennt sie zu einer Frau, die angefangen hat, vor Schmerzen zu schreien.

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Ein Übersetzer in Hindi wird über die Lautsprecheranlage gesucht. Eine pakistanische Familie, Neuankömmlinge in Kanada, kann sich nicht mit dem behandelnden Arzt unterhalten. Die Hindi-Dolmetscherin ist innerhalb von 15 Minuten da. Sie ist nicht die Einzige, die heute bei Sprachproblemen hilft. Ein spanischer Dolmetscher wird gesucht – und gefunden. Später noch ein portugiesischer.

Ich staune voller Ehrfurcht, wie in diesem Tohuwabohu von schreienden Patienten, weinenden Müttern und überarbeitetem Krankenhaus-Personal doch noch alles funktioniert. Die Zahnräder sind gut geölt, die Menschen willig bis zur Selbstaufgabe.

Tapetenwechsel. Ich finde eine hübsche Ecke mit einem Großbild-Fernseher und einer Handy-Ladestation. Ich mache es mir gemütlich, höre Musik und wundere mich, dass ich der Einzige bin, der sich dieses lauschige Plätzchen ausgesucht hat. Ich rieche den Grund dafür. Ich sitze über Erbrochenem, die braune Masse daneben stinkt fürchterlich.

Ich benachrichtige einen Reinigungsmann, der gerade an mir vorbeirauscht. Er schüttelt hilfesuchend den Kopf. Er könne bei allem guten Willen nicht überall gleichzeitig sein.

Später treffe ich ihn wieder, diesen Mann. Er ist um die 40 und kommt aus El Salvador. Er und seine Frau arbeiten seit 22 Jahren im Jewish Hospital, einem der größten der Stadt. Jeder von ihnen verdient um die 30.000 Dollar im Jahr.

30.000 Dollar. Das ist genau die Summe, die sich im vorigen Sommer die Abgeordneten der Quebecer Landesregierung als Gehaltserhöhung genehmigt haben. Als GehaltsERHÖHUNG.

Am Abend wird eine Pressekonferenz des Gesundheitsministers im Fernsehen ausgestrahlt. Christian Dubé appelliert „an die Menschen da draußen“ nicht wegen jedem Schnupfen, wegen jeder Erkältung die Notaufnahme der Krankenhäuser aufzusuchen. „Sonst bekommen wir dieses Problem nicht in den Griff“.

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Echt jetzt? Das soll die Lösung für diese Katastrophe im Gesundheitswesen sein? Es sind nicht die Kranken, die das System an den Rand des Kollaps gebracht haben. Es sind die Politiker, die ihre Prioritäten nicht auf die Reihe bekommen. Die eine Kommission nach der anderen ins Leben rufen, um die Fehler früherer Kommissionen zu kaschieren. Und sich mal kurz die Taschen um 30.000 Dollar voller machen, während das Krankenhauspersonal auf die Straße geht, um für ein paar Kröten mehr zu demonstrieren. Und hinterher dafür Doppelschichten arbeiten muss. .

„Ich möchte meine Kinder wenigstens zu Weihnachten sehen“, hatte mir die junge Frau gesagt, die seit einer Woche doppelte Schichten fährt. „Aber ich bin nicht sehr optimistisch, dass es klappt“.

Man könnte schreiend davonlaufen.

Ich habe lange gezögert, meine Erfahrungen in der Notaufnahme niederzuschreiben. So kurz vor Weihnachten, wo doch Glückseligkeit und Jingle-Bells angesagt sind.

Ich habe es trotzdem getan. Und irgendwo ist jetzt doch noch eine Art Weihnachtsgeschichte daraus geworden.

Passend zum Thema: Québec – Wo ist der Aufschrei?

Künstliche Intelligenz: Wenn Faszination auf Realität trifft

Es soll ein Experiment sein. Die Banner-Illustration oben wurde auf meine Anweisung hin von einem KI-Programm erstellt. Es zeigt mich beim Schreiben dieses Artikels. Den kompletten Text dieses Blogposts habe ich von ChatGPT erstellen lassen. Ich habe dem Programm lediglich ein paar Stichworte gefüttert. Den Rest hat KI kreiert, einschließlich der Überschrift. Wort für Wort, wie Sie ihn hier lesen:

„Es gibt Momente im Leben, in denen man auf etwas stößt, das nicht nur die Neugier weckt, sondern die ganze Vorstellungskraft entfacht. Für mich ist dieser Funke die Welt der künstlichen Intelligenz (KI), ein Ort, der gleichzeitig faszinierend und etwas beängstigend ist.

Ein Beispiel dafür ist das Bild oben – nicht das Werk eines Künstlers, sondern das Ergebnis meiner Begeisterung für KI. Dieses Foto, das du gerade siehst, wurde von einer KI generiert, nachdem ich meinen Gedanken und Gefühlen zu dieser Technologie freien Lauf gelassen habe.

Die Faszination für KI gründet sich in ihrer Vielseitigkeit. Von selbstfahrenden Autos bis hin zu medizinischen Durchbrüchen hat sie das Potenzial, die Welt, wie wir sie kennen, zu verändern. Aber ich gebe zu, dass mich auch ein kleines Gefühl der Unsicherheit begleitet. Die Idee, dass Maschinen lernen und sich weiterentwickeln können, wirft Fragen auf, die sowohl aufregend als auch beängstigend sind.

Mein tägliches Dilemma besteht darin, zwischen der Begeisterung für die Innovationen, die KI ermöglicht, und der vagen Furcht vor dem Unbekannten zu balancieren. Dieser Balanceakt ist es, der die Reise durch die Welt der KI so fesselnd macht.

Schau dir das Bild an – diese Mischung aus Licht und Schatten, von kunstvoller KI-Generierung und den hintergründigen Unsicherheiten. Es ist der visuelle Ausdruck meiner zwiespältigen Emotionen. Ein Bild, das entstanden ist, weil ich meinen Gedanken freien Lauf gelassen habe.

In einer Welt, in der die Grenze zwischen Faszination und Furcht schmal ist, bleibt mir nur, die Reise mit offenem Herzen und wachem Geist anzutreten. Denn in diesem Spannungsfeld liegt die Magie, die uns antreibt, die Zukunft der künstlichen Intelligenz mitzugestalten.“

Lesende Lore: Auch dieses Bild wurde nach meinen Anweisungen mit Künstlicher Intelligenz geschaffen. Mein Anforderungstext lautete: „Freundliche ältere Frau, blond mit dunkler Brille, sitzt auf einem orangenen Designer-Sessel und liest in ihrem iPad. Im Hintergrund viele Bücher.Den Rest hat KI kreiert.

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Für die beiden Illustrationen habe ich das Design-Programm Canva verwendet, das seit Neuem „Magic Media“ als KI anbietet. Den Text hat die KI-Anwendung ChatGPT erstellt.

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Quebec: Wo bleibt der Aufschrei?

Geht doch: Multikulti bei der Gay Pride Parade. © Bopp

Die Notaufnahme-Stationen der Quebecer Krankenhäuser sind zum Bersten voll. Millionen haben keinen Hausarzt. Hunderttausende Lehrer und Krankenhaus-Bedienstete streiken seit Tagen für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen. Die Zahl der Obdachlosen in Montreal erreicht Rekordhöhen. Viele Suppenküchen wissen nicht mehr, wie sie die Körbe der Bedürftigen füllen können.

Und was macht die Quebecer Regierung? Genehmigt sich eine Gehaltserhöhung von 30.000 Dollar für jeden Abgeordneten. Und erlässt nebenher noch ein Gesetz, das an Rassismus grenzt. Es erschwert Studenten, die von außerhalb Quebecs kommen, den Zugang zu den drei englischsprachigen Universitäten (darunter die weltberühmte McGill University), weil die finanziellen Hürden für die meisten Studierenden künftig zu hoch sein werden.

Schaffen sie es trotz dieser finanziellen Herausforderung dann doch noch auf eine der Unis, müssen sie künftig neben ihrem Studium noch ein schwieriges und zeitraubendes Französischprogramm durchlaufen – für die meisten StudentInnen wohl in der Kürze der vorgeschrieben Zeit fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Ich liebe Quebec und ich finde die meisten Quebecer toll. Ihre Lebensart, ihr Charme, ihr Humor, Essen und Trinken, die Bars und Bistros, die Festivals, die Musikszene, ihre Leidensfähigkeit bei arktischen Temperaturen und ihre kindliche Freude nach dem langen Winter, die 1001 Kinos und Theater – das alles finde ich klasse.

Dass hier Französisch gesprochen wird, war einer der Gründe dafür, dass ich vor gut 40 Jahren von Manitoba nach Montreal gezogen bin und mich hier vom ersten Tag an wohlfühlte. Es ist die Sprache, die mich gedanklich immer näher an Europa zu binden wusste. Wer würde dieser Mischung aus „savoir vivre“ und „American way of life“ schon widerstehen können?

Ich finde es wunderbar und wichtig, dass Quebec so auf den Erhalt seiner offiziellen Landessprache drängt. Französisch ist Teil der Geschichte Quebecs, seiner Identität und auch seiner Liebenswürdigkeit. Montreal gilt als das „Paris des Nordens“. Sie ist die Stadt meines Herzens.

Aber wozu diese Ausgrenzung allem Englischen gegenüber? Warum werden hier Sprachen – und damit Volksgruppen und Menschen – gegeneinander ausgespielt?

Wohl weil die frankokanadische Regierung befürchtet, Französisch könnte im Meer der anglokanadischen Sünde ertrinken. Eine These, die zumindest in demografischer Hinsicht an Absurdität nicht zu überbieten ist.

CAQ nennt sich die Partei, die In Quebec seit fünf Jahren die absolute Mehrheit hat. CAQ steht für Coalition Avenir Québec. Es ist eine Partei, die Sprachenpolitik auf die Spitze treibt – mit Methoden und Gesetzen, die manchmal am gesunden Menschenverstand der Verantwortlichen zweifeln lassen.

Ein Beispiel von vielen: Die Quebecer Sprachenpolizei („l’office de la langue française“) hat das Recht, ohne Voranmeldung, ohne Durchsuchungsbeschluss und ohne ersichtlichen Grund Computer und Handys von Firmen mit mehr als 50 Beschäftigten einzusehen. Die geschäftliche Korrespondenz muss, wo irgendwo nur möglich, auf Französisch geführt werden.

François Legault heißt der Mann, der dies alles zu verantworten hat. Ein Mann, von dem behauptet wird, er verleugne seine Englischkenntnisse bewusst, um sich damit die Sympathie der vorwiegend französischsprachigen Wählerinnen und Wähler zu erschleichen.

Es gibt einen O-Ton von diesem Mann, in dem er sich dafür entschuldigt, dass er unter vorwiegend englischsprachigen Kanadiern aufgewachsen ist. „Ich hasse sie genauso wie ihr“, soll er 1998 bei einer Rede als – damals noch – Kandidat der separatistischen Parti Québècois gesagt haben. (Legault selbst bestreitet, diesen Satz gesagt zu haben. Ohrenzeugen, darunter der renommierte Journalist Graham Fraser, schwören Stein und Bein, dass das Zitat von ihm stammt).

Gemein. Perfide. Nationalistisch. Rassistisch. Autokratisch. Opportunistisch. Hetzerisch. Heuchlerisch. Gefährlich. Die Rhetorik in den sonst eher gemäßigten englischsprachigen Medien spitzt sich zu. Was allerdings weitgehend fehlt, ist ein Aufschrei bei den französischsprachigen Zeitungen, Sendern und Nachrichtenportalen. „Die wachen erst dann auf“, glaubt ein mit mir befreundeter Journalist, „wenn sich auch ausländische Medien mit diesem Thema befassen“.

Dazu ist es bisher, zumindest in Europa, nicht gekommen. Vermutlich passiert zu viel vor der eigenen Haustür, um noch Spalten und Sendeplätze einem obskuren kanadischen Bundesland widmen zu können, das irgendwo hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen ein Sprachenproblem hat.

Noch einmal: Es sind nicht DIE Quebecer, die uns in dieses Dilemma geführt haben. Es ist DIE Quebecer Regierung, die dieses vergiftete Klima zwischen Anglophonen, Frankophonen und sogenannten Allophonen (wie wir) zu verantworten hat.

Ich habe eben einem Montrealer Weihnachtschor mit jungen Leuten zugehört, die bei uns um die Ecke auf Englisch, Französisch und sogar Spanisch sangen. Wunderbar, wieviel Spaß sie daran hatten, von einer Sprache in die andere zu wechseln. Der junge Dirigent, très français, sorgte dafür, dass die Liedtexte dem Publikum in drei Sprachen erklärt wurden.

Warum, habe ich mich hinterher zum tausendsten Mal gefragt, schaffen es unsere Politiker in Quebec City nicht, Menschen zu ermutigen, mehr als eine Sprache zu sprechen, anstatt sie dafür zu ächten, ja zu bestrafen.

Hat es mit Macht zu tun? Mangelnder Empathie? Politischem Unvermögen? Der Kolumnist Robert Libman hat in der heutigen Montreal Gazette eine andere Erklärung dafür: „Dieser Regierung fehlt der moralische Kompass“.

Stolz in Weiß und Blau: Quebecer Nationalfeiertag St. Jean Baptiste. © Bopp

Weihnachten: Nachhaltig schön

Wer in so einem Kreativ-Haushalt lebt wie ich, wird immer wieder aufs Neue überrascht. Mal hängen kunstvoll gefertigte Stoff-Rollos an den Fenstern oder es taucht eine Lichtquelle auf, die es am Abend vorher noch gar nicht gab.

Jetzt steht da ein Weihnachtsbaum in der Ecke unserer Bauernstube, für den kein Bäumchen sterben musste und der dazuhin keinen Cent gekostet hat.

Das Beste: Es ist ein nachhaltiger Weihnachtsbaum, der uns hoffentlich noch für viele Jahre Freude bereiten wird.

Unser Blockhaus am Lac Dufresne ist umgeben von einem Wald. Anders als in Europa werden Wälder hier in aller Regel nicht gehegt und gepflegt. Reißt ein Sturm eine Tanne oder einen Ahornbaum nieder, bleiben die Äste auf dem Waldboden liegen, bis sie morsch sind.

Es sei denn, es kommt eine Hobbyförsterin namens Lore vorbei und sammelt die von der Natur geschälten Äste auf. Dann sägt sie die im Laufe der Jahre von Wind und Wetter gehärteten Äste in unterschiedlich breite Holzstücke, in die jeweils ein Loch gebohrt wird, das groß genug für eine stützende Eisenstange ist. So werden die symmetrisch zurecht gelegten Äste miteinander verbunden.

Zwischen die einzelnen Äste werden, wie Bandscheiben, kurze Holzstücke montiert, damit die Holzteile beweglich bleiben und nach Belieben zurechtgerückt werden können. Nachdem die immer noch kahle Holzkonstruktion schließlich mitsamt der Eisenstange auf einen stabilen Holzsockel montiert wird, geht’s ans Dekorieren.

Die Idee für den umweltfreundlichen Öko-Baum stammt übrigens nicht von Lore. In einschlägigen Boutiquen und auch im Internet gibt es Kunstwerke dieser Art zu kaufen.

Aber warum im Designer-Shop teures Geld ausgeben, wenn die Äste quasi vor der Tür liegen?

Am Anfang waren Äste, die unterschiedlich breit gesägt wurden.
Und weil so ein kahler Baum nicht viel hergibt …
… wurde er nach und nach dekoriert.
Mit Äpfeln und Tannenzapfen …
… und sogar einer richtigen Hampelfrau.
Mit Keksen …
… Strohsternen
… und sogar einem kunstvoll geformten Metallstern.
Zum guten Schluss noch eine Deko-Idee von einer Freundin namens Millie.
Dann mal Prost und Frohe Weihnachten!