
Neuer Tag, neuer Flughafen, altes Problem: Coronavirus. Wer glaubt, die Pandemie hätte ein Stück Normalität erreicht, muss sich nur am Frankfurter Flughafen umsehen. Fraport, normalerweise einer der wichtigsten Europas, ist wie ausgestorben.
Unser Hotel ist Teil dieses Flughafens. Nur ein paar Schritte führen von der Lobby in die Ankunfts- und Abflughallen.
Ein paar Zeitungskioske, Brötchenstände und ein oder zwei Restaurants sind geöffnet. Aber nur bis zum späten Nachmittag, dann ist Schluss.
Bezahlt werden kann übrigens hier in den Verkaufsständen nur mit Karte. Wo viele Deutsche normalerweise eher Berührungsängste mit bargeldloser Bezahlung haben, wird sie jetzt sogar verlangt. Der Grund dafür: Geldscheine könnten Virenträger sein.
Auch hier im Hotel ist die Bedrohung durch das Virus zu spüren. Ausschließlich registrierte Gäste haben Zugang zum Frühstücks-Restaurant. Touristen oder sonstige Besucher werden abgewiesen.
Wir sind nach wie vor zuversichtlich, dass wir morgen früh mit Air Canada nach Montreal zurückfliegen können. Das wäre dann das vorläufige Ende unserer fast siebenwöchigen Odyssee durch halb Europa. Wie es in Montreal weiter gehen wird, sehen wir dann.
Gut, dass wir einen umsichtigen Sohn haben: Er hat uns eben ein Kühlschrank-Foto geschickt. Wir müssen nicht darben, so viel steht fest. Fürs Nötigste ist nach unserer Ankunft gesorgt.
UNTEN: Gespenstische Aufnahmen auch aus Palma de Mallorca: dort ist jetzt das Militär im Einsatz, um Straßen und öffentliche Gebäude zu desinfizieren.(Quelle: Inselradio)
