Ein schreckliches, schönes Jahr

Heute vor einem Jahr sind wir in Malaga gelandet. Unser zweiter Camino sollte uns 1000 Kilometer zu Fuß von Sevilla nach Santiago de Compostela führen. Doch es kam alles ganz anders.

Eben erst, beim Chatten mit einem Freund, ist mir wieder aufgefallen, was seither alles passiert ist. Vieles ist nicht so toll, manches schrecklich. Einiges aber auch wunderschön.

Zum Geburtstag eine kurze Bilanz:

  • Unsere zweite Langstrecken-Wanderung auf der Via de la Plata mussten wir nach weniger als zwei Wochen abbrechen
  • Danach Corona-Lockdown auf Mallorca. Fiebrige Suche nach Flügen, die uns zurück nach Kanada bringen sollten
  • Drei Tage Zwangsaufenthalt im Frankfurter Flughafen
  • Kurz nach der Ankunft in Montreal: Schon wieder Lockdown
  • Vandalismus in der Tiefgarage: Und weit und breit kein neues Autofenster
  • Großartiger Freundschaftsdienst von Doug bei dringend notwendigen Bauarbeiten an der Cottage
  • Zwei Augen-Operationen
  • Danach monatelanger Verlust des Sehvermögens
  • Umzug von St. Henri nach Pointe-St. Charles
  • Cassians erfolgreicher Sprung in die Selbständigkeit
  • Ein böser Sturz auf dem Eis
  • Start meines neuen Podcasts. Motto: Wer nicht sehen kann, muss plappern.
  • Todesfälle im Freundeskreis
  • Mehrere Corona-Erkrankungen im nahen Umfeld
  • Peter feiert den Achtzigsten
  • Maggy feiert den Achtzigsten
  • Jede Menge Videochats mit Freunden in aller Welt

Und sonst so?

Freuen wir uns, dass wir uns haben, dass es uns auch nach vier Covid-Tests noch gut geht und wir bisher unbeschadet durch die Pandemie gekommen sind. Und hoffen auf das Wunder einer baldigen Impfung.

Und natürlich gibt es für die Zeit danach schon viele neue Pläne.

Ein Gedanke zu „Ein schreckliches, schönes Jahr

  1. Danke für die Zusammenfassung Deines so eigenen Lebensjahres. Das neue wird kaum anders werden: bunt. Vielleicht ist es der Vorzug unseres Alters, daß wir Höhen und Tiefen intensiver und gelassener erleben. Intensiver, weil wir unterbewußt wissen, daß unsere Anzahl solcher Erlebnisse begrenzt ist. Gelassener, weil wir dank unserer Lebenserfahrung Plus und Minus für uns ruhiger einordnen können.
    Ich ahne schon die Schlagzeilen, die anläßlich des weltweiten Ginanz-Crashs die Medien und die Menschen behrrrschen werden. Mich wird‘s genauso wenig aufregen wie Corona. „Sieh‘ nur zu, daß Du eine Rente kriegst“, riet sie mir, als ich gerade 18 war. Ich lachte. Heute verstehe ich sie.
    „Danke, Oma, zu Deiner Zufriedenheit erledigt!“ Danke zur Wolke 29, Herrn Blüm: Ja, meine Rente ist sicher.

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