Mehr Natur geht nicht: Wale, Wiesen, Berge und Meer

Links macht der Bauer Heu, rechts wirft der Fischer seine Lobster-Reusen aus. Irgendwo dazwischen vergnügen sich in einer pittoresken Bucht Wale. Und wäre da nicht der Wagen, der hin und wieder nach mehr Sprit verlangt, könnte man meinen, man sei im Öko-Paradies gelandet.

Der „Cabot Trail“, der mehr als 300 Kilometer durch Cape Breton im Norden von Nova Scotia führt, gehört zu den schönsten Gegenden, die ich in Kanada je gesehen habe. Die Rocky Mountains im Westen mögen gewaltiger sein, die Seen in Manitoba einzigartiger. Aber nirgendwo ist mir bisher diese Mischung aus maritimem Charme und geballter Natur begegnet.

Benannt nach Giovanni Caboto, einem italienischen Seefahrer, der hier 1497 Jahren an Land ging und den Ureinwohnern vom Stamme der MicMac ein freundliches Buen Giorno zurief, schlängelt sich der Rundkurs durch zahlreiche Settlements der indigenen Völker. Vor allem aber führt der Trail durch eine atemberaubend schöne Landschaft.

Das Meer trifft hier auf spätsommerlich gemähte Wiesen. Dörfer mit unaussprechlichen Namen schmiegen sich an spektakuläre Felsen. Und immer mal wieder ein Landhotel, ein Campingplatz, ein Wanderweg oder ein Restaurant, das sich mit Müh’ und Not gerade noch an einem atemberaubend steilen Kliff festklammert – und uns heute den besten Clam Chowder unseres Lebens serviert hat.

Irgendwo an einem Kliff taucht wie aus dem Nichts eine Siedlung auf, bestehend aus lauter

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Igloo am Meer. Komplett mit Fass-Sauna, Dusche und Jacuzzi.

Igloos. Nein, die Inuit waren nicht auch schon hier. Es sind Ferien-Cottages, die komplett mit Dusche, Sauna und Whirlpool zu mieten sind.

So ganz nebenbei spielte die Natur heute den ganzen Tag über noch Kulissenschieber in diesem Theater, das sich Cape Breton nennt. Mal bekamen die Gipfel der Berge Wolkenhütchen aufgesetzt, mal traute sich der Nebel bis runter ins Tal. Wenn aber dann die Sonne schien, was sie fast den ganzen Tag tat, dann brannte sie sich fast unbarmherzig ins Schiebedach.

Bei Temperaturen von um die 28 Grad haben wir einen ungewöhnlich heißen Tag in dieser nicht gerade von der Sonne verwöhnten Region erwischt.

Nicht weiter schlimm. In Montreal stöhnten die Menschen heute unter einer Hitzeglocke von 40 Grad. Wir können es mit unserer Rückreise erwarten.

Nicht nur wegen der Temperaturen.

DER CABOT TRAIL (rot markiert): 300 Kilometer Schönheit pur.

6 Gedanken zu „Mehr Natur geht nicht: Wale, Wiesen, Berge und Meer

  1. Da werden wieder Erinnerungen wach!
    Und schau mal dieses Foto an

    da müssen wir so ungefähr an der gleichen Stelle gestanden haben, denn der schiefe Baum in der Ferne, ist sowohl auf deinem, wie auch auf meinem Foto drauf!
    Schon ein kleines Wunder, dass er mit seiner schiefen Haltung über die Jahre Wind und Wetter trotzt!
    Viele Grüsse
    Christa

    Gefällt 1 Person

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