
Ich wart‘ seit Wochen
Auf diesen Tag
Und tanz‘ vor Freude, über den Asphalt
Als wär’s ein Rhythmus
Als gäb’s ein Lied
Das mich immer weiter durch die Straßen zieht
Die „Toten Hosen“ wissen, wie man feiert. Die Montrealer auch. Nur mussten die Montrealer jetzt viele Monate lang zum Feiern in den Keller gehen. Seit heute dürfen sie sich wieder an die Öffentlichkeit wagen.
Die Ausgangssperre ist aufgehoben. Und die geliebten Montrealer „Terrassen“ sind wieder geöffnet. Die Montrealer Vibe ist wieder da.
Es ist Sommer. Es ist Wochenende. Die „Canadiens“ spielen in den Playoffs gegen die „Toronto Maple Leafs“. Und Montreal singt und tanzt wieder fast wie früher.
Fast, denn noch ist Corona nicht bezwungen. Aber mit jedem Tag wird die Corona-Krone kleiner und der Chef hat wieder das Sagen: Der Montrealer, der sich ungewöhnlich brav und geduldig gezeigt hat, um die Pandemie in die Knie zu zwingen.
Schon morgens um acht standen sie bei uns um die Ecke Schlange, um einen Platz auf der Terrasse des „Burgundy Lion“ zu ergattern. Das Pub war, wie alle 5000 Montrealer Restaurants, Bars und Kneipen, seit Sommer vorigen Jahres geschlossen.
Dass es um acht Uhr früh noch frostig kalt war, schien die Kneipengäste wenig zu stören. „So viel Bier und Schnaps um diese Uhrzeit servieren wir sonst allenfalls am St.-Patricks-Tag“, wird der Pub-Besitzer in der „Gazette“ zitiert. Na, dann mal Prost!
Mein heutiger Spaziergang hat sich kaum von dem unterschieden, was ich sonst so ansteuere, wenn ich auf Tour bin. Besuch beim Kumpel im Alten Hafen, Cortado unter der Markise des „Old Europe“. Schlendern durch die Straßen meiner Stadt, bis die 10-Kilometer-Marke voll ist.
Und natürlich war meine iPhone-Kamera auch heute wieder dabei. Was Partystimmung angeht, war ich ausnahmsweise mal zur falschen Zeit am falschen Ort. Egal. Auch wenn es keine vollen Terrassen zu fotografieren gab – hier ein paar Eindrücke von diesem ganz besonderen Tag:















