Sie können mich gerne buchen

Es ist mein privater Blog und ich bin hier auch nicht als Journalist unterwegs. Deshalb darf’s hin und wieder auch ein bisschen Eigenwerbung sein. Der Titel sagt alles: Ja, Sie können mich jederzeit buchen. Als Sprecher. Als Senioren-Model. Und wenn’s sein muss auch als Schauspieler.

Treue BlogleserInnen wissen es schon lange: Immer wieder hat es mich ins Tonstudio und vor die Kamera gezogen. Nicht, weil ich ein Leben lang von einer Karriere als Schauspieler geträumt hätte, sondern weil mir eines Tages eine Schauspiel-Agentin namens Sybille Sasse in mein Leben gespült wurde.

Das kam so:

Cassian war, ohne sich dafür beworben zu haben, für eine Rolle in dem wunderbaren Weihnachtsfilm “Silent Night” entdeckt worden. 

Weil der Bub damals erst fünfzehn war und wir als Eltern an vielen Drehtagen am Filmset sein mussten, kam eines Tages jene Sybille Sasse auf mich zu und fragte, ob ich nicht in die Fußstapfen meines Sohnes treten möchte. Sie hätte da ein paar interessante Angebote für mich.

Der Rest ist Geschichte. Es folgten ein paar kleinere Filmrollen, die mir allesamt viel Spass machten. Aber reich und berühmt ist anders. Das war auch völlig in Ordnung so. Schließlich hatte ich als glücklicher Journalist nie im Leben eine Hollywood-Karriere angepeilt. 

Aber Sybille hatte nicht übertrieben: Es kamen tatsächlich immer wieder neue spannende und auch lukrative Aufträge. 

Vom Senioren-Model, das es sich in der “Club Class” von Air Transat bequem macht über den Moderator einer Doku über einen großen Hersteller von Luftreinigern bis hin zu einem Volkswagen-Kunden der einem Reporter erzählte, wie man im kanadischen Winter sicher mit einem VW ans Ziel kommt. (Dass der Reporter übrigens nicht ich, sondern Cassian war, stellte sich als reiner Zufall heraus. Die Casting-Agentur hatte es so entschieden.)

Es war nicht die erste Zusammenarbeit zwischen Vater und Sohn. 

Vor vielen Jahren lieh Cassian einer Cartoon-Figur seine Stimme, die auf dem Surfbrett die Welt rettet. Sein Beschützer im Film war ein Riese mit tiefer Stimme. Also ich, sein leiblicher Vater. Erst viel später habe ich das Video bei “Toys-R-Us” entdeckt. Wir haben herzlich gelacht.

Einer der anspruchsvolleren Gigs war, als mich NETFLIX für eine Serie als Coach und Synchronsprecher anheuerte. Und wieder war es eine Vaterrolle.

Seither gab es immer wieder Sprecherjobs für Videospiele und Dokumentarfilme, als virtueller Weihnachtsmann, auch für Werbung im Radio und Fernsehen. 

Und dann die vielen Spots für den “Cirque du Soleil” – einer meiner liebsten Auftraggeber. Nicht nur wegen des stets üppigen Honorars, sondern auch wegen der Extras: Jahrelang gab es für jede Premiere eine VIP-Einladung auf den Roten Teppich.

In letzter Zeit ist es etwas ruhiger geworden, auch wegen Corona. Das könnte sich bald ändern. 

“Schick’ uns doch mal ein paar neue Fotos für die Website”, bat mich neulich Michèle Leclerc, die neue Besitzerin von „Agence La Suite“, der Nachfolge-Agentur von Sybille Sasse. Immerhin ist der Senior inzwischen 73. Da ändert sich schon mal die Haarfarbe, wenn man nichts dagegen tut.

Gesagt, getan, geknipst. Die Fotosession im Studio der tollen Karin Benedict hat rund 200 Aufnahmen ergeben. Ein paar davon sind jetzt auf der Webseite von „La Suite“ zu sehen. Über diese Agentur können Sie mich gerne buchen

Es muss ja nicht immer eine Vater-Sohn-Rolle sein.

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