Die Flucht vor dem Eissturm

Es ist der schlimmste Eissturm in Kanada seit 25 Jahren – und wir sitzen mal wieder mittendrin. Seit gestern sind allein in der Stadt Montreal mehr als eine Million Menschen ohne Strom. Gefrierender Regen hatte sich bis zu 3 cm dick auf die Elektroleitungen gelegt und die Energieversorgung weitgehend zum Erliegen gebracht.

Schulen und Kindergärten sind geschlossen. Viele Supermärkte arbeiten mit Notversorgung. Ein Glück: Arbeiten vom Home-Office gehört nach Corona inzwischen bei vielen zum Alltag.

Die meisten Kanadier heizen mit Strom, wir auch. In der wasserreichen Provinz Quebec ist das noch immer die kostengünstigste Energiequelle.

Doch ohne Strom  gibt’s keine Heizung im kalten kanadischen April. Handy, Tablet und Laptop geht der Saft aus. Kochen? Kaffee? Heißes Wasser? Fehlanzeige.

Wer, wie wir, in einem großen Wohnkomplex im Stadtzentrum von Montreal lebt, ist den Regeln einer Gemeinschaft ausgeliefert. Selbst in den Fluren gingen die Lichter aus. Offensichtlich hat auch der Backup-Plan versagt.

Das Tor der Tiefgarage blieb lange Zeit verschlossen. Erst ein krisenerprobter Mitbewohner kannte den „Trick mit der Kette“. Dadurch ist es uns nach Stunden des Wartens gelungen, der Eisfalle zu entkommen.

Inzwischen sind wir aufs Land geflüchtet. Hier lässt es sich am Holzofen aushalten. Wie durch ein Wunder war die Stromversorgung hier durch den Eissturm so gut wie nicht unterbrochen.

In der Stadt dürfte es im Laufe des Freitags wieder Strom geben. Das wären dann zwei Tage und Nächte ohne Elektrizität. Gut eine halbe Million Haushalte müssen bis Samstag warten, ehe sie wieder Strom haben.

Kein Vergleich zum „Jahrhundert-Eissturm“ von 1998. Damals sind 28 Menschen erfroren. Viele von uns hatten drei Wochen keinen Strom.

Viel gelernt zu haben scheint der staatliche Energieversorgungs-Unternehmer „Hydro Quebec“ seither nicht. So werden auch heute noch die meisten Stromleitungen überirdisch verlegt. Selbst in Millionenstädten wie Montreal ragen in den meisten „Quartiers“ hölzerne Strommasten wie Fremdkörper aus der Erde.

Ganz sorgenfrei lebt es sich aber auch hier auf dem Land nicht. Wir müssen die Situation in der Stadt im Auge behalten. Sollte der Stromausfall noch lange anhalten, müsste in der Stadtwohnung irgendwann die Gefriertruhe geräumt werden.

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