Steiniger Weg durchs Paradies

deia_bannerWunder dauern manchmal etwas länger: Zweieinhalb Stunden sieht der Reiseführer für die Wanderung von Deià über den Cami de Castelló nach Sóller vor. Doch den Weg durchs Paradies hat der Wandergott mit Steinen bepflastert.

Dass wir gestern mehr als fünf Stunden in diesem spektakulären Stück Natur unterwegs waren, lag an der Szenerie. Die ist nämlich dort, in der nordwestlichen Ecke von Mallorca, buchstäblich atemberaubend.

Mit dem Bus geht’s von Palma nach Deià. Von dort aus führen gepflasterte Pfade durch traumhaft schöne Landschaften. Im Auf-und-ab-Rhythmus, oft mit Meerblick, führt die Wanderung vorbei an Olivenhainen und an Gehöften, von denen besonders die Finca Son Mico zum Verweilen bei frisch gebackenem Orangenkuchen einlädt.

Kurz danach dann das Aha-Erlebnis der Wanderung schlechthin: Der Blick über die Capella de Castelló hinweg auf den noch immer schneebedeckten Puig Major.

Schließlich das Finale Grande: Steiniger Abstieg durch Orangen- und Zitronenhaine ins Tal nach Sóller.

Aber es muss ja nicht immer nur O-Saft sein: Zur Belohnung lässt man sich auf dem Kirchplatz des Städtchens dann gerne auch mal reinen Wein einschenken.