Meine schreibenden vier Freunde

Links oben: OSKAR BECK – Rechts oben: ULI HERZOG – Links unten: PETER BERNATH – Rechts unten: GERD BRAUNE. © Privat und Verlage

Wenn vier langjährige Freunde fast gleichzeitig neue Bücher auf den Markt bringen, ist das einen Blogpost wert. Allen von ihnen gerecht zu werden, wird schwierig. Deshalb soll dies auch keine Buchkritik werden, sondern lediglich eine Vorstellung von vier Neuerscheinungen. Worum es in den Büchern geht, entnehmen Sie bitte den Kurz-Infos, die es über die Links zu lesen gibt.

Fangen wir mit dem Autor an, den ich schon am längsten kenne, der aber von allen hier vorgestellten Freunden derjenige ist, der am spätesten mit dem Schreiben angefangen hat. Es ist mein Uralt-Kumpel Uli Herzog aus Altshausen im schönen Oberschwaben. Uli war so etwas wie der Manager der Band „The Outlaws“, der ich als Teenager in Biberach angehört habe. Ulis vierter Krimi heißt „Vermisst: Goldfinger aus Ravensburg“ und spielt in Süddeutschland, aber auch auf Gran Canaria. Dorthin flüchtet Uli regelmäßig, wenn es im schwäbischen Altshausen gar zu kalt wird.

Fast so lange wie Uli kenne ich meinen großartigen Freund und Kollegen Oskar Beck. Wir haben in den 70er-Jahren zusammen beim Zeitungsverlag Waiblingen gearbeitet. Oskar ist das, was man in unserem Gewerbe eine „Edelfeder“ nennt. Mit seiner Schreibe hat er es weit gebracht. Er ist weit über den deutschen Sprachraum hinaus als Sportkolumnist bekannt und lebt heute abwechslungsweise in Florida und am Rande der Schwäbischen Alb. Keine Frage: Sein Buch Und alles wegen Ali: Geschichten zu 50 Jahren Sport“ hat das Zeug zum Klassiker. Einfach mal reinlesen.

Von meinem Freund Dr. Peter Bernath war in diesem Blog schon häufig die Rede. Er ist Genussmensch, ehemaliger Germanistikprofessor, Radiosprecher, Lebenskünstler und jetzt auch noch Buchautor. „La Littérature allemande au 19e siècle“ heißt sein französischsprachiges Œuvre. Machen Sie sich nichts daraus, wenn Sie es nicht vom Klappentext bis zum Schlusswort verstehen, mir ging es auch nicht anders. Aber es soll Leute geben, die ganz verrückt nach dieser Art von Literatur sind. Und genau die hatte Peter im Visier, als er für dieses Werk jetzt in die Tasten griff. Peter ist übrgens Berliner, lebt aber seit vielen Jahren in Sherbrooke, zwei Autostunden südlich von Montréal.

Last but not least ein neues Buch von meinem schreibenden Kollegenfreund Gerd Braune, früher Frankfurt am Main, heute Ottawa. Es heißt „Kanada – ein Länderporträt“ und wird demnächst in Anwesenheit der kanadischen Generalgouverneurin auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. Kaum jemand aus meinem Bekannten- und Freundeskreis kennt meine Wahlheimat Kanada besser als Gerd. Es lohnt sich also, in dieser literarischen Fleißarbeit zu stöbern.

3 Gedanken zu „Meine schreibenden vier Freunde

  1. Lieber Uli, jetzt ist er doch noch gekommen, dein Kommentar. Ich glaube, er hatte es sich zeitweise im Spamordner bequem gemacht. Danke fuer deine wie immer passenden Worte und Geduld: Irgendwann liegt das Buch vom Hebo auf deinem Tisch :-)

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  2. Den Worten von Peter Bernath ist nichts mehr hinzuzufügen. Treffender kann man es nicht beschreiben. Es ist tatsächlich eine große Ehre, Teil dieses Quartetts sein zu dürfen. Und keine Angst, lieber Herr Bernath, Sie sind weder der Verstaubte, noch laufen Sie unter ferner liefen. Regio-Krimis sind ganz sicher seit dem Allgäuer Kluftinger keine Bestseller mehr, sodass Ihr Werk viel eher die Chance hat, von meinem geschätzten schwäbischen Landsmann Dennis Scheck in die Mangel genommen zu werden, als mein profaner Schwaben-Krimi. Wie hieß es bei Helmut Qualtingers Sketch -Der Menschheit würde ist in Eure Hand gegeben, in dem sich zwei alternde Mimen über den Ifland-Ring unterhalten?- „Unsereins kommt nie dran!“
    Und lieber Hebo, Outlaws-Manager war ich nie. Das war Euer Schlagzeuger, der auch Uli hieß und neben einer genialen technischen Begabung auch Organisationstalent hatte. Meine Tätigkeit beschränkte sich auf die Veranstaltung einiger Parties, von denen eine so legendär verlief (was nicht mein Verdienst war), dass ich bis zum heutigen Tage darauf angesprochen werde.
    Auf die Veröffentlichung Deines Mallorca-Romans warte ich seit Monaten. Endlich einmal einen richtigen Herbert Bopp in Papierform zu lesen, war immer mein Wunsch.

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  3. Ja, da schlag doch gleich einer ganz hin! Da kommen wir nun, die Autoren von vorgestern, zu unverhofftem Ruhm auf Herberts Blogseite.
    Und, bescheiden, wie er nun mal ist, bleibt seine eigene literarische Präsenz unerwähnt, obwohl sein Oeuvre schon eine beachtliche Anzahl von Titeln zählt. Seit einigen Monaten geht er mit einem neuen Roman schwanger, der ihm kurz über lang die erträumte Finca in Mallorca einbringen wird. Ich denke, wir sollten schon die eine oder andere Laudatio vorbereiten.
    Wenn ich mir die Fotos dieser vier leicht betagten Jungliteraten so ansehe und gleichzeitig die Tatsache verdauen muss, dass geduckte Bücher wohl inzwischen zu einer aussterbenden Spezies geworden sind, dann stellt sich automatisch die bange Frage, wer von uns noch die Chance haben wird, auf der Bestsellerliste des Ummendorfer Tageblatts zu landen. Ich schwanke zwischen Uli Herzog – Krimis ziehen immer – und Oskar Beck – Sport bietet weiterhin die krisensicherste Thematik.
    Mich interessiert – da meine bessere Hälfte inzwischen kanadisch geworden ist – vor allem das Kanadabuch von Gerd Braune. Mein eigenes Produkt, das soll kein fishing for compliments sein, rangiert gewiss unter ferner liefen: Literatur über Literatur? Da helfen nur noch die bunten Illustrationen und die Examensangst einiger französischer Germanistikstudenten, die von sadistischen Korrekturassistenten drangsaliert werden.
    Und wenn ich zusätzlich noch an die frustrierende Publikationstragödie denke, die mir Amazon eingebrockt hat, dann steht für mich fest: Wenn es mein biblisches Alter erlaubt, wird mein nächstes Buch ein Krimi, der unter Spitzensportlern in Kanada spielt und in einem Giftmord mit Hilfe von Käsespätzle gipfelt, der dann von meiner Privatdetektivin, dem Fräulein von Scüderi, aufgedeckt wird. Ich hoffe, dass ich das epochale Werk bei der Eremitenpresse in Stierstadt unterbringen kann, vorausgesetzt, es gibt sie noch.
    Was die Werbung angeht, da können wir uns wohl alle auf Herbert verlassen.
    Der wird’s scho richten!

    Peter der Verstaubte

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