Horrorstories vom Flughafen

Flughafen Toronto, Mai 2022: Länger warten als fliegen.

Nein wir, waren nicht unterwegs und haben es auf absehbare Zeit auch nicht vor. Aber von Freunden, Bekannten und natürlich auch aus den Medien erfahren wir in letzter Zeit immer wieder, wie katastrophal überlastet kanadische Flughäfen zurzeit sind.

Die Flugzeit von Montreal nach Toronto beträgt knapp eine Stunde. die Wartezeit, bis der Flieger endlich abhebt, kann bis zu fünf Stunden dauern. Verspätungen sind derzeit eher die Regel als die Ausnahme. Und natürlich brechen dabei viele Anschlussflüge weg, welche die Passagiere ans Ziel bringen sollen.

Im staatlichen Rundfunk CBC habe ich eben von einer Frau gehört, die für den Flug von Orlando/Florida nach St. John’s/Neufundland 32 Stunden unterwegs war – inklusive Übernachtung, die sie selbst bezahen musste. Die reguläre Flugzeit beträgt selten mehr als fünf Stunden.

Woran liegt’s, dass Fliegen zum Albtraum geworden ist?

  • Plötzlich wieder zu viele Reisende. Auch solche, die kurz vor Ablauf ihre Gutscheine einlösen wollen, die ihnen nach stornierten Reisen während der Pandemie ausgehändigt worden waren. 
  • Zu wenig Sicherheitskräfte. Viele von ihnen mussten sich wegen des ausbleibenden Reiseverkehrs während der Pandemie neue Jobs suchen und sind dort geblieben. 
  • Immer noch werden spotweise Covid-Tests gemacht.
  • Computerprobleme, verursacht von Leuten, die neu sind und das System bei relativ kurzer Einarbeitung noch nicht vollständig beherrschen.
  • Und natürlich trägt wieder einmal die Politik die Schuld. Sie hatte nicht auf die Fachleute gehört, die schon vor langer Zeit gewarnt haben: Genau so, wie es jetzt eingetreten ist, wird es kommen. 

Fazit: Ohne Not würde mich zurzeit niemand auf einen Flieger bringen. 

Dazu passend hat mir mein befreundeter Kollege Rüdiger diesen Link geschickt:

>> Passagiere haben das Fliegen verlernt <<

FLIEGEN KANN SO SCHÖN SEIN … wenn man erst einmal oben angekommen ist. Foto: Bopp

3 Gedanken zu „Horrorstories vom Flughafen

  1. „Mein Leipzig lob‘ ich mir! Es ist ein klein’ Paris und bildet seine Leute.“ (Goethe) … fällt mir dazu ein. Gigametropolen haben halt auch Nachteile, wobei St. John‘s von der Größe her keine Probleme haben darf.

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  2. Wohl dem, der von einem kleinen Regionalflughafen abfliegt. Oft belächelt ob Ihrer eingeschränkten Flugziele, sind sie in der Regel sehr pünktlich. Wenn mal ein Flug verspätet ist, kommt es meist daher, dass er von einem „Großflughafen“ verspätet ankommt. Wenn Du Rentner bist, musst Du dich halt auf jene Flugziele reduzieren, die angeboten werden. Außer, Du fliegst über Frankfurt. Aber dann hast Du ja wieder die Probleme, die Du so treffend beschrieben hast.

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