Was sich die Woche über so alles an Videos und Fotos in meinem iPhone ansammelt, möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. In unregelmäßigen Abständen stelle ich deshalb völlig unsortiert Texte und Bilder ein. Bei meinen täglichen Touren mit dem eBike begegne ich Menschen und Tieren, aber auch Geschichten. Hier sind einige davon. Bilder vegrößern sich beim Anklicken.
Beim Anblick des eBikers ergreift selbst das Reh die FluchtPause auf den Boucherville-Inseln im St. Lorenz-StromBlumeninsel im Alten HafenAutobahn-ÜberführungRadwege gehören zum Montrealer StadtbildNächtlicher Blick vom Balkon in die CityAusgedient: Schleppkahn im Alten HafenDie „Five Roses“-GetreidemühleStand-up-Paddler auf dem Lachine-Kanal. Im Hintergrund die Markthalle„Swagat“ – indisches RestaurantSpeisen beim InderUnterwegs im Stadtteil LachineDas Pelzmuseum in LachineMontrealer lieben „Ripples“ – und das schon seit fast 40 JahrenKunst am FlussBoote bei LachineSommerfreuden am St. Lorenz-StromDer Leuchtturm bei LachineDas rosarote Haus auf der abgerockten Fabrik: Keienr weiss, wer es dort aufgestellt hatRadfahrer aufgepasst: Kanada-Gänse!Ste-Anne-de-Bellevue – Ziel meiner bisher längsten eBike-Tour. (82 Km hin und zurück)Der Fluss im FlussStraßenlabyrinth in MontrealHinter der Wiese ein Frachter auf dem St-Lorenz-StromDieses hübsche Kühlschrank-Magnetbild ist ein Geschenk einer mexikanischen Familie. Ich traf sie etwas ratlos in der Montrealer Innenstadt. Sie mussten zum Auschecken schnellstens in ihr Hotel zurück. Zu Fuß war es zu weit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln kannten sie sich nicht aus. Eine „Uber“-App hatten sie nicht auf ihrem Handy. Also bestellte ich ihnen über meine App ein „Uber“-Taxi. Sie gaben mir dafür das Geld – und zum Dank noch dieses bunte Gastgeschenk aus ihrer Heimatprovinz. Gracias amigos!
Ich weiß, Sie haben im Moment andere Sorgen: Frauenfußball, AfD, Dauerregen, kein Sonntags-„Tatort“. Kein Böhmermann und auch keine „heute show“. Und das Schlimmste: Keine Tickets mehr für die Taylor Swift-Konzerte im nächsten Jahr. Aber glauben Sie mir: Auch hier in Kanada läuft in diesen Tagen so manches aus dem Ruder.
Unser Premierminister trennt sich nach 18 Jahren von seiner Frau. Justin und Sophie sind kein Paar mehr. Traurig zwar, aber das kommt in den besten Familien vor.
Wenn das die einzige Sorge wäre, die Kanada zurzeit umtreibt.
Eben lese ich: Die riesigen Waldbrände haben schon jetzt mehr als doppelt so viel CO₂ freigesetzt wie im gesamten bisherigen Rekordjahr 2014.
Jetzt können Waldbrände nicht unbedingt einer Regierung angelastet werden, müsste man meinen. Oder vielleicht doch? Fakt ist: Die Provinz Quebec hat es nach Ansicht von Experten versäumt, die Feuerwehren in den letzten Jahren in einem Maße auszustatten, das sie nicht nur bedingt, sondern immer einsatzfähig macht.
Dass Montréal (Provinz Quebec) die Schlagloch-Hauptstadt Kanadas ist, sei hier nur am Rande erwähnt.
Kein Witz: Mitten in Montreal blieb jetzt ein Feuerwehr-Truck in so einem Schlagloch stecken. Der Abschleppdienst musste Feuerwehr spielen.
Darf’s noch ein bisschen mehr sein?
Die neue fahrerlose und deshalb computergesteuerte S-Bahn namens REM vermeldete in den ersten drei Tagen ihrer Inbetriebnahme drei richtig fette Pannen. Die jüngste von ihnen: Einige Passagiere landeten um Mitternacht auf dem Instandsetzungs-Gelände der REM anstatt, wie geplant, im Vorstadt-Bahnhof. Im Stellwerk wurde wohl der falsche Schalter umgelegt.
Sorry, ich wollte ihnen nicht die Sommerlaune verderben. Aber wie Sie sehen, ist der Untergang des Abendlandes wohl nicht mehr aufzuhalten.
Was sich die Woche über so alles an Videos und Fotos in meinem iPhone ansammelt, möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. In unregelmäßigen Abständen werde ich deshalb völlig unsortiert Texte und Bilder einstellen. Bei meinen täglichen Touren mit dem eBike begegne ich Menschen und Tieren, aber auch Geschichten. Hier sind einige davon:
Jacques-Cartier-Brücke. Seltene Perspektive, weil vom Osten der Stadt kommend.Oratoire St. Joseph. An der Pilgerstätte wird zurzeit heftig gebaut.Street Art mit Leonard Cohen. Gesehen an der Rue Napoléon.Olympiastadion im Osten von Montreal.Jean-Talon-Markt – einer der schönsten der Stadt.Erdbeer-Saison in der Markthalle.Montreal von der Fähre nach Pointe-aux-Trembles aus gesehen.Beaver Lake Park auf dem Mount Royal.„Dieses Foto müsste man rahmen“, sagte Lore beim Anblick dieses Bildes, das mein Freund Chris in Varennes gemacht hat. 20 Meter vom Bänkchen zum Abfalleimer ganz ohne Stöcke – eine inzwischen seltene Leistung.Ausflugsschiff auf dem St-Lorenz-Strom. Fotografiert von der 104 Meter hohen Jacques-Cartier-Brücke.Frachter im Hafen, weit im Osten von Montreal.Alt-Quebecer Baustil im Stadtteil Lachine.Kommentar? Kein Kommentar!Die 1,4 Km lange Mercier-Brücke führt von Lasalle unter anderem in das Indigenen-Reservat der Mohawk.Jacques-Cartier-Brücke.Malzfabrik „Canada Maltage“Blick in die Innenstadt von Griffintown aus.Mit der Fähre ging es wieder einmal nach Pointe-aux-Trembles und weiter nach Varennes.Wartende Motorboote an der Schleuse „St. Gabriel“Das angeblich beste Baguette gibt es im fernen Osten von Montreal in einer Bäckerei ohne Firmenschild.Zum Fahrradhändler nach Laval ging es zunächst 20 Stationen mit der Metro, anschließend noch 14 Kilometer mit dem eBike zur Werkstatt.
Ich liebe unsere Oberbürgermeisterin. Sie heißt Valérie Plante und macht mir jeden Tag das Leben ein kleines bisschen leichter. Madame Plante (49) leitet seit 2017 die Geschicke von Montreal und hat sich vor allem durch eines einen Namen gemacht: Sie hat ein Herz für Radfahrer. Und für Rentner.
Wer über 65 ist und in Montreal die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt, zahlt keinen Cent. 70 Kilometer kreuz und quer durch die Vier-Millionen-Stadt? Kein Problem. Die Montrealer Metro ist zuverlässig, sicher und sauber. In den meisten der 68 U-Bahnhöfen führen Aufzüge vom Straßenniveau direkt zu den Bahnsteigen.
Das ist nicht nur behindertengerecht, sondern auch ein toller Service für uns Radfahrer. Und erst recht für gehbehinderte Radler wie mich.
Der erste Waggon ist stets für Rollstuhlfahrer und Radler ausgelegt. Gibt’s dort keinen Platz mehr, dürfen auch die restlichen Waggons benutzt werden. Fahrradhalter sind dafür verantwortlich, dass die Räder nicht rutschen – bei einem schweren eBike kann das eine sportliche Herausforderung werden.
Aber man hilft sich gegenseitig und schnappt sich schon mal die Lenkstange des Nachbarn, wenn das Rad zu kippen droht.
Valérie Plante hat uns nicht nur die kostenlose Rad-Bus-U-Bahn-Kombi beschert, sondern auch eines der bestausgebauten Radfahrnetze des Kontinents. Kein Stadtteil, der nicht erschlossen wäre, kaum eine Nebenstraße, die nicht über einen Fahrradweg verfügt. Selbst in Industriegebieten gibt es noch geteerte Fahrradwege.
STARKE FRAU: Oberbürgermeisterin Valérie Plante
Fast 3500 Kilometer Radwege stehen uns im Großraum Montreal zur Verfügung, 700 davon das ganze Jahr über. Die „bike paths“ im Winter eis- und schneefrei zu halten, ist eine logistische Meisterleistung. Tausende der Radfahrer, die auch bei minus 25 Grad noch in die Pedale treten, danken es der Stadt.
Fast 10000 Fahrräder, darunter 2400 eBikes, warten an 800 Verleih-Stationen auf Nutzer. Das Montrealer „BIXI“-System gilt von der Auslastung her als eines der erfolgreichsten der Welt.
Nicht jeder ist glücklich mit der Fahrrad-Politik von Valérie Plante. Viele Autofahrer stöhnen, weil der ständig wachsende Ausbau der Radwege oft auf Kosten von Parkplätzen geht. Aber Madame Plante und ihre Partei „Projet Montréal“ machen unbeirrt weiter.
Dass wir mit „Projet Montréal“-Stadtrat Craig Sauvé in unserem Viertel einen tatkräftigen Befürworter der Fahrrad-Idee haben, soll auch nicht unerwähnt bleiben. Merci, Craig!
In den kommenden fünf Jahren sollen weitere 230 Kilometer Radwege gebaut werden, die als „sicher“ eingestuft werden. Das heißt, sie sind nicht nur durch Straßen-Markierungen als Radwege gekennzeichnet, sondern durch Begrenzungszäune auch physisch vom Autoverkehr getrennt.
Okay. Der Löwe war eine Wildsau und das Leben kann weitergehen. Irgendwie tut mir das Wildschwein ja leid, denn selten zuvor fiel die Hierarchie im Tierreich so brutal zu Ungunsten des Schweins aus. Deshalb würde ich die Wildsau heute gerne zur „Königin der Löwen“ ausrufen.
Kommt es nur mir so vor, als sei ich in diesen Tagen von Löwen umgeben, die keine sind?
In meiner Mailbox wimmelt es von Fotos, Witzen und Memes zu diesem Thema. Mit einer nie dagewesenen Infamie beteiligen sich auch Facebook, Instagram und andere sogenannten sozialen Medien an der Hatz auf die arme Sau.
Wildschweinmähne. Wie unsozial!
Selbst das Lösungswort des heutigen „Wördle„-Spiels heißt – Achtung, Spoiler! – jedenfalls nicht Wildschwein, weil es ja auch nur fünf Buchstaben sein dürfen.
Ich finde: Der weiteren Diskreditierung des Wildschweins muss endlich Einhalt geboten werden!
Früher nannte man das Sauregurkenzeit. Als Volontär in Waiblingen sollte ich tagelang einen ausgebüchsten Braunbär aufspüren. Den gab es natürlich nicht. Wie sich herausstellte, hatte ihn ein Wanderzirkus für PR-Zwecke erfunden.
Aber so eine richtige Löwin ist natürlich noch eine Spur härter als ein Bär. Oder ein Wildschwein.
Ich finde, wir sollten uns ein bisschen locker machen und uns glücklich schätzen, dass wir noch mitfiebern, ja, uns noch freuen können an so einem Löwenherz. Oder eben an einer Wildsau.