
Grüß Gott, ich bin der Neue!
Nach 30 Jahren am Computer und mehr als 300 Blogposts bin nun auch ich bei den Sozialen Medien gelandet: Ich habe mich Facebook angeschlossen. Bislang allerdings nur mit einer Community-Plattform für diesen Blog.
Privat fremdle ich immer noch ein wenig mit Facebook & Co. Organisierte Freundschaften sind nicht so mein Ding. Meine richtigen Freunde kennen mich: Man darf mich gerne mögen, aber bitte nicht verwalten. Deshalb nimmt meine Community-Plattform auch keine „Friends“ auf – sorry. Dafür freue ich mich über „Likes“ umso mehr. Das gefällt mir.
Von heute an finden Sie also am Schluss meiner jeweiligen Blogposts den Facebook-Button, über den Sie mich weiterempfehlen können. Außerdem lade ich Sie ein, den „Gefällt mir“-Facebook-Button (oben rechts) anzuklicken.
Warum ich jetzt doch auf den digitalen Schnellzug aufgestiegen bin? Weil ich finde, ein gelebtes Leben muss sich nicht verstecken. Manch einer mag vielleicht eine Auswanderung nach Kanada in Betracht ziehen, liebäugelt mit Downsizing im Alter oder könnte sich sogar vorstellen, seinen Lebensmittelpunkt nach Mallorca zu verlegen. In meinem Blog ist von all diesen Dingen die Rede. Und noch von viel mehr.
Vielleicht erreiche ich ja mit den Geschichten aus dem Bloghaus über Facebook künftig auch Menschen, die sonst nie auf die Idee gekommen wären, sich für mein kleines Leben zu interessieren. Das ist der Grund, weshalb ich mir für meine virtuellen Spaziergänge zwischen den Welten jetzt auch noch diesen Verbreitungsweg ausgesucht habe.

In mehr als 30 Jahren Kanada ist es mir nicht ein einziges Mal passiert, dass ich mich wegen meiner deutschen Herkunft diskriminiert gefühlt hätte. Im Gegenteil: Wenn ich mich als „German“ oute, werden mir fast immer Respekt und Toleranz entgegengebracht. Wenn dann erst einmal die deutschen Kernthemen Autobahn, Neuschwanstein, Bratwurst und Rammstein abgehakt sind, kann es schon mal passieren, dass ich danach gefragt werde, wie denn heute das Verhältnis der Deutschen zu einem gewissen Adolf H. sei. Aber da der Kanadier von Natur aus politische Diskussionen eher scheut, wird auch daraus kein abendfüllendes Programm.
Wie deprimierend ist es da oft, hetzerische und ketzerische Postings in einigen deutschsprachigen Internet-Gästebüchern lesen zu müssen. Manche von ihnen triefen nur so von Ausländerhass. Da bekommen manche Kommentarschreiber schon Schnappatmung, wenn sie nur das „I“ von Islam hören.