Indian Summer ohne Indianer

So ganz politisch korrekt ist der Begriff „Indianersommer“ ja nicht mehr. Dabei ist es so ein schönes Wort. „Altweibersommer“ trifft es zwar auch, klingt aber weitaus weniger charmant – und entspricht möglicherweise ebenfalls nicht mehr der political correctness, die uns das Leben nicht gerade einfacher macht.

Egal. Gemeint sind jedenfalls die warmen, sonnigen Tage und kühlen Nächte nach einer Kälteperiode oder dem ersten Frost. Sie sorgen dafür, dass die Laubbäume in den Mischwäldern eine besonders intensive Farbpalette zeigen, geprägt von Rot-, Orange- und Gelbtönen. Hier in Québec bezeichnet man dieses Farbenspiel auch als „Foliage“.

Im Süden der Provinz, in der wir leben, leuchten die Farben nicht ganz so intensiv wie nördlich von Montréal, zum Beispiel in der Hügel- und Berglandschaft der Laurentiden. Aber wir verbringen mittlerweile nicht mehr viel Zeit in der Blockhütte am Lac Dufresne, dafür umso mehr auf Cassians Farm an der kanadisch-amerikanischen Grenze. Dort sind die meisten Fotos entstanden, die Sie heute sehen.

Ein paar Aufnahmen habe ich in Downtown Montréal gemacht. Das appetitliche Gourmetfoto entstand in einer Dorfkneipe, deren Spezialität Fish & Chips sind. Zur Feier des Tages – wir hatten Freunde aus Deutschland dabei – gab es als Beilage ausnahmsweise mal „Poutine“, eine Art Nationalspeise der Québecer: Pommes mit geschmolzenem Käse und einer braunen Sauce darüber. Muss man nicht unbedingt haben, kann man aber. Dem Vernehmen nach hat es vorzüglich geschmeckt.

Bon appétit und schönes Wochenende!