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Ein Kamel zum Mallorca-Empfang
Okay, ein Kamel zur Begrüßung. Auch nicht schlecht. Letztes Jahr war es ein weisses Kreuzfahrtschiff, diesmal begrüßt uns Palma eben mit einem Kamel. Immerhin versteckt sich irgendwo noch ein HeiligerDreiKönig.
Aber natürlich hat Palma de Mallorca um diese Jahreszeit mehr zu bieten als Kamele aus Gips und Heilige Drei Könige, die weder heilig, noch König sind. Einen menschenleeren Strand zum Beispiel und jede Menge Sonne, blauen Himmel und frühlingshafte Temperaturen.
Sehen Sie selbst, was uns nach zwei Tagen auf der schönsten Insel der Welt sonst noch so aufgefallen ist. Hier geht’s zu einer >> klitzekleinen Bildergalerie <<
Viel Krach und ein wenig Frieden
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Wenn Montrealer feiern, dann lassen sie es krachen. Da versammeln sich schon mal hunderttausend Menschen auf einer Fläche von drei Fußballplätzen, tanzen, trinken, singen – und marschieren anschließend in der Gruppe zur nächsten Metro-Station, ehe irgendwann dann auch die letzte U-Bahn abgefahren ist.
Das Beste dabei: Es kommt so gut wie nie zu irgendwelchen Zwischenfällen. Keine Schlägereien, keine Pöbeleien, keine besoffenen Partygänger, die um die Wette reihern. Das ist beim Open-Air-Jazzfestival im Sommer nicht anders als auch jetzt wieder bei der Mega-Silvesterparty auf dem Place Jacques Cartier.
Wie es hunderttausend meist junge Leute schaffen, sich bis in die Morgenstunden zu amüsieren, ohne im Komasuff zu enden, war mir schon immer ein Rätsel. Aber, Achtung: Stinktieralarm! Der Duft von Marihuana und anderen Rau(s)chmitteln hängt stets als überdimensionale Dunstglocke über der Menge.
Keinen stört’s. Gleich gar nicht die Regierung. Die will noch in diesem Jahr den Marihuanakonsum legalisieren. An der Partyathmosphäre dürfte sich nicht viel ändern. Ob mit oder ohne Joint: Spaß haben die Montrealer schon jetzt. So löst sich das Joie de vivre der Frankokanadier ganz einfach in Luft auf.
„Silent Night“ jetzt auch im Netz
Wer den Film „Silent Night“ aus dem Jahr 2002 (mit Linda Hamilton und unserem Sohn Cassian) noch nicht kennt: Er ist in voller Länge auf >> YouTube << zu sehen – mit „Stille Nacht“-Solo bei 01:03 Eine Art Making-Of dazu gibt’s >> hier <<
April, April – wo ist der Winter?
Winter mal so, mal so: Oben: 2015 – Unten: 2012 Fotos: © Bopp
Das mit dem kanadischen Winter ist so: Mal tut er so, als würde er uns gleich mit klirrender Kälte die Knochen brechen. Dann kommt er wie ein Lämmchen daher, als wollte er uns ins Ohr flüstern: „April, April. Ich kann auch anders“! Dieses Jahr? Funkstille. Petrus spinnt und ist sprachlos. Was soll er auch sagen, wenn er Montreal an Heiligabend mit 16 Grad plus beschert?
Hier oben, am Lac Dufresne, zwei Stunden nördlich von Montreal, zeigt das Thermometer immerhin noch 14 Grad. „Mallorca kannst du knicken“, lästerte die Freundin. „Demnächst kommen die Mallorquiner nach Kanada zum Überwintern“. Warum nicht? Ist doch nett hier.
Gestern noch war der See vor der Blockhütte komplett zugefroren. Fürs Nudelwasser mussten wir auf dem Holzofen Schnee auftauen. Heute morgen dann Regen, später Sonne. Im Moment Wind und strahlend blauer Himmel. Von Schnee keine Spur mehr.
Es stimmt zwar: So ein richtig knackiger Winter hat was. Aber gut 30 davon habe ich hinter mich gebracht. Mit Eis und Schnee und Blizzard und Noteinsätzen der Feuerwehr, der bei minus 40 Grad das Löschwasser in den Schläuchen gefroren war. Das alles muss ich mir nicht mehr antun.
Deshalb: Spinn ruhig weiter, lieber Petrus! Und lass uns „Stille Nacht“ von mir aus im T-Shirt singen.

WeisseWasserWeihnachten an Heiligabend. © Bopp





