Alfonsos Bar ist nicht mehr da 😟

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Es war nur eine Bar. Ein Raum, kaum größer als unser Wohnzimmer. Mit einem Tresen, einer Handvoll Tische und Stühle. Und vor der Bar noch einmal drei, vier Bistrotische auf der Straße. Alfonsos Bar war für uns mehr als nur eine Bar. Sie war die kleine Kneipe an unserer Ecke. Und irgendwo auch ein Stück Mallorca.

Die „Bar Born“ (auf dem Foto rechts) war jahrelang die erste Anlaufstelle, wenn es um so wichtige Dinge des Lebens ging wie: Essen, trinken, feiern. Treffpunkt für Freunde, mit denen man kurz mal einen Cortado zu sich nahm, ehe es an die Arbeit ging. Auskunftei, wenn in der Ferienwohnung eine seltene Glühbirne fehlte. Rückzugsort, um sich Gedanken über den Tag zu machen – den neuen und den abgelaufenen, je nach Uhrzeit. Nirgendwo in Palma schmeckte die Ensaimada besser als bei Alfonso. Niemand servierte den Cortado mit mehr Schwung als Alfonso. Keiner hatte einen besseren Blick hinter die Kulissen von Palma als Alfonso.

Doch Alfonsos Bar gibt es nicht mehr. Wir vermissen sie sehr. Die Bar. Und Alfonso erst recht.

barplaza

Bar geschlossen: Trauer an der Plaza de la Reina

Wir wussten, dass er die „Bar Born“ an der Plaza de la Reina abgeben würde, irgendwann. Alfonso hatte uns gewarnt, quasi den Countdown angezählt – so, als gelte es, den Knockout im Ring anzukündigen. Aber so schnell?

Aus der Ferne, in Kanada, hörte sich das alles halb so schlimm an. „Ach was“, sagte sie manchmal, wenn ich auf die bevorstehende Schließung zu sprechen kam, „es ist ja nur eine Bar“. Doch jetzt, da wir jeden Morgen beim Verlassen der Wohnung den vergitterten und verriegelten Eingang zu unserem ehemaligen Stammlokal sehen, holt uns der Verlust erst richtig ein. Trostlos ist das.

Was wohl aus der Bar wird? Eine neue Bar? Ein Chichi-Restaurant in bester Location? Bitte kein McDonald’s und gleich gar kein Starbucks. Bitte, bitte nicht!

Lieber Gott von Palma, wo bist DU, wenn DU gebraucht wirst? Als wollte ER uns im Doppelpack bestrafen, hat nämlich auch die Bar neben Alfonsos Kneipe dicht gemacht. Unser Plan B ist weg, einfach so. Auch die „Reina Bar“ ist vergittert.

Was ist wohl passiert? Ich tippe auf einen Rachefeldzug der Barristos. Wir hätten mehr trinken sollen.

Der Weg zur Goldmedaille

Screenshot Copyright Mallorca Zeitung

Screenshot Copyright Mallorca Zeitung

Kleiner Trick gefällig? Wenn Sie schon immer mit der goldenen Verdienstmedaille des mallorquinischen Fremdenverkehrsverbands geehrt werden wollten, sprechen Sie mir jetzt bitte einfach mal nach: „Mallorca ist eine der besten und schönsten Inseln der Welt„. Keine Resonanz? Komisch. Bei Guido Westerwelle hat’s geklappt. Er wurde nämlich jetzt genau für diesen Satz geehrt.

Im Beisein des balearischen Ministerpräsidenten und des Bürgermeisters von Palma wurde der Ex-Außenminister jetzt für seine Bemühungen ausgezeichnet, im Amt die Schönheit Mallorcas immer wieder publik gemacht zu haben.

Herr Westerwelle hat ja Recht. Nur: Was ist mit all den anderen, die Mallorca toll finden und dies im Verein, am Stammtisch, im Flieger, im Café oder beim Hallenfreihandunterwassersegeln kund tun?

Die gehen leider leer aus. So wie die enttäuschten User, die einen Bericht der Mallorca Zeitung über die Preisverleihung kommentierten. Da war zu lesen:

„Wenn es um die Häufigkeit meiner Mallorca-Besuche ginge, müsste ich 2 Medaillen bekommen!“

„… mit dem Bundesflieger auf Kosten der Steuerzahler!“

„All denen, die über zig Jahre Mallorca-Treu sind, geht zu Recht der Hut hoch!“

Bitte nicht böse sein! Wir versuchen’s jetzt einfach nochmal. Und jetzt alle: „Mallorca ist eine der besten und schönsten Inseln der Welt„.

Na bitte, geht doch. Auch ohne Goldmedaille.

Winterwonderland Mallorca

mallebannerSeit 2008 verbringen wir einen Teil des Winters auf Mallorca. Wir gehören zu den Millionen kanadischer „Snowbirds“, die es von Januar bis Mai in den Süden zieht, weg von Eis und Schnee, weit weg auch von den oft düsteren Wintertagen in Montréal, die mit zunehmendem Alter immer schwerer auszuhalten sind. Während der vergangenen drei Jahre habe ich meine Eindrücke in Wort und Bild festgehalten. Eine Zusammenfassung der Blogposts finden Sie hier:

📷  Palma anders. Anders schön

📷  Wintersommer auf Mallorca

📷  Palma: Weihnachten im Januar

Wir strahlen mit Palma um die Wette

38 Grad: Der kleine Unterschied

Bienvenido a Mallorca!

Mallorca: Obdachlos im Paradies

Ensaimada: Eine süße Schnecke

📷  Karneval unter Palmen

Ein bisschen Montréal in Palma

Einmal Mandelblüte und zurück

📷  Palma: Kunst an fremden Wänden

Über den Dächern von Palma

🎥 Palma heizt dem Winter ein

Regen auf Mallorca – na und?

📷 Wine-and-Cheese-Party in Palma

Die kleine Bar von nebenan

Der weiße Elefant von Palma

Der Tsunami vom Ballermann

Zehn Fragen an Mallorca

📷 Büßen in Kutten und Ketten

Paradies für Internet-Junkies

📷  Danke, Mallorca – und tschüß!

Dem Frühling folgt der Frühling

Guten Morgen, Mallorca!

Ballermann ohne Ballaballa

Montréal lächelt – Palma putzt

📷 Klinkenputzen auf Mallorca

📷 Mallorca-Markt: Nicht alles Käse

📷 Fischers Fritz hätte viel Freude

Montréal fürs Herz – Palma für die Seele

Warum ausgerechnet Mallorca?

Kräuterattacke am Morgen

Sonntagsbraten und Filterkaffee

📷  Best of Mallorca: Alles!

Palma anders. Anders schön.

potpourri

Einfach Kamera draufhalten und klick: Während der Morgennebel noch die Kathedrale von Palma einlullt und der Luxusliner beim Auslaufen im Abendlicht nicht so richtig in die Gänge kommt, wagen sich ein paar hundert Meter weiter satt gereifte Orangen mit exhibitionistischem Eifer aus dem Windschatten der Mühle.

Eine Ecke weiter, als wären wir in Bagdad gelandet und nicht auf den Balearen, entblößt sich aus dem Nichts ein abrissfertiges Bürgerhaus vor unseren Augen und schämt sich kein bisschen.

Auch Mickeymäuse fühlen sich auf Mallorca wohl. Warum auch nicht? Gleich werden sie in die Luft gehen. Wenn sie Glück haben, landen sie schon kurze Zeit später in einem Spinnennest aus Licht und nachweihnachtlichem Lametta. Das Leben auf Mallorca ist ein Zuckerschlecken. Sehen Sie selbst.

 

Wintersommer auf Mallorca

Wintersommer

Mallorca im Winter: Viel Sonne, wenig Menschen, leere Strände. Das Ganze bei frühsommerlichen Temperaturen. An der Playa de Palma herrscht Feiertagsruhe. Die meisten Geschäfte, Kneipen und Bars sind noch geschlossen. Wer sich nicht daran stört, dass die Ballermänner noch nicht mit Strohhalm und Eimer eingefallen sind, findet um diese Jahreszeit ein kleines Paradies vor. Klicken Sie sich durch die kleine Bildergalerie und genießen Sie mit uns die Ruhe vor dem Sturm.