Ein Sonntag in Santa Maria

santabanner

ES IST NICHT WEIT VON PALMA NACH SANTA MARIA. Mit dem Zug gerade mal eine halbe Stunde. Perfekt für einen Sonntagsausflug. Wem alles Wurst und Käse ist, der fühlt sich in dem kleinen Dorf auf der Strecke nach Sa Pobla gut aufgehoben. Vor allem am Sonntag. Da findet in Santa Maria ein wunderbarer Wochenmarkt statt. Mit Säcken voller Schnecken und Bergen von Schinken. Mit Körben voller Radieschen und Fässern mit Sardinen. Und mit mehr Olivensorten als Wikipedia kennt. Aber es gibt auch Wellensittiche im Käfig, die einem leid tun können. Und einen Kirchturm, der sich verschämt hinter heißen Höschen versteckt, die sich im Winde abkühlen.                                    Alle Fotos: © Bopp

Palma: Stadt satt und mehr Meer

stadtbannGESTERN WAR ES DER HAFEN. Heute ist es das Meer. Und auch ein bisschen Stadt. Vom Zentrum aus in Richtung Portixol und El Molinar und wieder zurück. Mit Hunden und Tangoröckchen. Mit Musik und einer Rolle rückwärts am Strand. Und immer mit ganz viel Sonne. Ganz viel Spass!                                                                         Alle Fotos: © Bopp

Lazy Palma Afternoon

bannerfotoEINEN NACHMITTAG LANG BUMMELN. Unter der mallorquinischen Sonne.. Einfach so. Ohne Ziel. Zwischendurch die kleine Canon-Powershot laden, draufhalten, abdrücken. Fertig. Ein Spaziergang am Yachthafen entlang. Die Seele baumeln lassen. Einen warmen Wintertag in Palma genießen. Sich belohnen mit einem Drink in der Bar Bosch. Besser geht’s nicht.                                                                                            Alle Fotos © Bopp

Palma: Tschüß, Weihnachten!

xmaspalmaSo, das war’s dann wohl mit Weihnachten. Am 28. November war in Palma die Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet worden. Jetzt gehen die Lichter aus.

95 Straßen und 85 Plätze erstrahlten seither allabendlich zwischen 17:30 und 22 Uhr im Lichterglanz. Seit gestern wird nun abgebaut. Schade eigentlich. So viel Mühe, wie sich die Stadtverwaltung mit der Dekoration gemacht hat, habe ich selten irgendwo gesehen.

Aber jetzt ist auch gut. Wenn das Thermometer tagsüber auf 20 Grad klettert, haben auch die schönsten Lampen ihre Schuldigkeit getan – wie hier am Prachtboulevard von Palma, dem Paseo Borne.

borne

Ein weißer Riese zum Frühstück

ship
Guten Morgen, Mallorca! Die „Costa Diadema“ zieht lautlos an Palma vorbei.

Palma zieht mal wieder sämtliche Register, um uns willkommen zu heißen. Gestern Abend waren es die Heiligen Drei Könige, die vom Meer kommend durch die Innenstadt promenierten. Heute im Morgengrauen tauchte dann ganz unvermittelt die „Costa Diadema“ am Horizont auf. Ein Schiff zum Frühstück? Besser geht’s nicht.

Was für ein gewaltiger Anblick von der Dachterrasse aus: In der Baulücke zwischen Kathedrale und Königspalast schwimmt am nächtlichen Palma fast lautlos eines der größten Cruisehips vorbei, die Mallorca anlaufen. Das ganze Schiff ist hell beleuchtet, so, als gelte es die noch schlaftrunkenen Palmesanos aus dem Feiertagsschlummer zu wecken. (Übrigens: So wie es Flightradar24 zur Ortung von Flugzeugen gibt, kann der Schiffsverkehr über Marinetraffic.com abgerufen werden.)

Auch am Morgen nach unserer Ankunft in Palma fällt es noch immer schwer zu glauben, dass es sich bei dem Schotter auf unserer Terrasse wirklich um weiße Steine handelt und nicht um Schnee. Der Eissturm, den Montréal für uns noch zum Abschied hingelegt hatte, sitzt immer noch tief in den Knochen.

Und dann die Luft! Nicht sommerlich schwül, eher milde wie an einem Frühlingstag. Dabei ist es auch am Mittelmeer tiefer Winter – zumindest auf dem Kalender. Witzig, wie sich Palmesaos bei 15 Grad Celsius wattierte Parkamützen ins Gesicht ziehen. Die Dachterassen rund um uns herum: wie ausgestorben. In Kanada wäre das T-Shirt-Wetter.

Noch etwas fällt an diesem Morgen auf: Die Globalisierung zieht inzwischen auch in die Ferienwohnungen ein. IKEA macht’s möglich: Nicht nur Tische, Sofa und Betten sehen wie fast überall in der Welt aus. Selbst Tassen, Teller und Servietten kommen vom schwedischen Alleskönner.

Und auch in Palma darf, ganz wie daheim, eine Nespresso-Maschine mit knallbunten Alukapseln ein bisschen die Umwelt versauen. Nur dass der Kaffee am Mittelmeer noch ein bisschen besser schmeckt als zwischen Eis und Schnee.