Manche Erlebnisse sind so schön, man muss sie einfach zweimal posten. Die Wanderung von Esporles nach Banyalbufar hatten wir bereits vor einem Jahr gemacht. Warum ohne Not Texte neu erfinden, Bilder neu einstellen, wenn sich doch seither nichts verändert hat? Selbst das Wetter war gestern wieder wie vor einem Jahr: Blauer Himmel, sommerliche Temperaturen. Mallorca at its best eben. Deshalb auf ein Neues: „Auf dem Postweg ans Meer“
Fit müssen sie gewesen sein, die Kerle, die vor vielen Jahren den Camí des Correu von Esporles über die Berge nach Banyalbufar zurückgelegt haben, um den Bewohnern der Fincas die Post zu bringen.
Um über die steinigen Trassen ans türkisfarbene Meer zu kommen, muss zuerst die bewaldete Passhöhe Coll des Píans überquert werden. Wir benötigten heute bei sommerlichen Temperaturen knapp fünf Stunden für diese atemberaubend schöne Strecke.
Der Postillion von damals dürfte den Weg in der Hälfte der Zeit geschafft haben. Schließlich hatte er einen Esel, der ihm die Trägerlast abnahm. Außerdem musste er nicht ständig die Kamera zücken.
Über sanfte Olivenhaine geht es zunächst an Sa Granja vorbei, einem Landgut aus dem 13. Jahrhundert. Durch Kiefer- und Steineichenwälder führt der felsige Pfad weiter in Richtung Banyalbufar.
Hier wird’s dann richtig romantisch: Das Dorf, das die Mauren vor gut 1000 Jahren auf 2000 Terrassen errichtet haben sollen, erinnert auf erfrischende…
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Es quietscht und pfeift und rauscht und summt. Jeder Schritt auf den gepflasterten Gassen der Altstadt von Palma hinterlässt eine Tonspur, jede Kurve ein Geräusch. Schuld sind Tausende und Abertausende von Wachskerzen, die während der Büßerprozessionen auf die Straße tropfen.
Die Palmesanos kennen das schon: Während der „Semana Santa“, der Karwoche, wächst der Lärmpegel mit jedem Tag um ein paar Dezibel. Wo am Abend noch in friedlicher Eintracht Hunderte von Büßern durch die Stadt prozessieren – viele in Kapuzen, manche barfuß und mit Ketten im Schlepptau – ist am Morgen danach ein Pfeif- und Schleifkonzert zu hören. Ein fahrendes Auto hört sich übrigens um ein Vielfaches dramatischer an.
So gefährlich sei die „Semana Santa“, behaupten einige Stadträte, dass sich Versicherungen geweigert hätten, die Stadt für die Folgeschäden der Wachsspuren zu versichern.


