Heute mal ein wenig Werbung

Es passiert nicht oft, dass ich hier für meine Bücher Eigenwerbung mache. Weil ich, wie einige von Ihnen wissen, seit einiger Zeit nicht mehr in den sozialen Medien poste und auch sonst keine Anzeigen schalte, sei mir ein bisschen Public Relations in eigener Sache gestattet.

Der MUTMACHER FÜR FREIE JOURNALISTEN ist in die 2. Auflage gegangen. Mein befreundeter Kollege Julian Bernstein hat mit mir zusammen ein paar längst fällige Korrekturen vorgenommen und auch verschiedene Details verändert. Das wirklich Neue: Das Buch, das bisher nur als eBook zu bestellen war, kann jetzt auch in gedruckter Version gekauft werden.

KLAPPENTEXT: Ratgeber gibt es viele. Dies hier ist ein Mutmacher für alle, die als Journalist frei arbeiten wollen. Herbert Bopp weiß, wovon er spricht. Er hat fast sein komplettes Berufsleben als Freier verbracht. Die meiste Zeit davon als Korrespondent für Kanada und Alaska, mit Sitz in Montréal. Er berichtete für alle Sender der ARD und die meisten großen Tageszeitungen und Magazine im deutschen Sprachraum. Als Onlinejournalist machte er sich durch seine Berichterstattung über die Terroranschläge von 9/11 einen Namen. Sein „New Yorker Tagebuch“ wurde mit dem „New Media Award“ ausgezeichnet. Zehn Jahre lang gab Bopp Seminare, unter anderem für den WDR, die ARD/ZFD-Medienakademie, ARTE und das Internationale Journalismus Zentrum Krems bei Wien. Seine Bilanz nach 45 Jahren als Honorarempfänger: Sie schaffen das! Vorausgesetzt Sie sind bereit, die extra Meile zu gehen. Graubrot backen die Festangestellten. Vom Freien erwartet man das Feingebäck.

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Meinen Roman DAS GIBT SICH BIS 1970 gibt’s ja bereits seit einigen Jahren als Download. Möglich, dass auch davon bald eine gedruckte Auflage auf den Markt kommt. Bis dahin empfehle ich weiterhin das eBook bei Amazon.

KLAPPENTEXT: Es gibt Geschichten, die beginnen mit „Tschüss“ und haben noch nicht einmal richtig angefangen. „Tschüss“ war das Letzte, das Mutter und Vater von ihrem Fünfzehnjährigen hörten, ehe er auf Reise ging. Was als eine Fahrradtour zu den Großtanten angekündigt war, endet in einem Roadtrip, der den Jungen per Anhalter durch halb Europa führt. In diesem vergnüglichen Roman geht es um Abschied und Heimkehr, um Liebe, Lüsternheit und Leidenschaft, aber auch um die große Freiheit und das kleine Abenteuer. Es geht um Schmerz, Trauer und Tod, um Lügen und Sex und um pralle Lebensfreude. Und auch um eine liebenswerte Hure aus Marseille, die einem Buben vom Land zeigt, dass Französisch mehr sein kann als nur eine schöne Sprache. Im Mittelpunkt dieses Romans steht ein bis über beide Ohren verliebter Teenager aus der Tiefe Oberschwabens, der – wenn schon nicht die Welt – dann zumindest das Herz einer schönen Spanierin erobern will. Es erwartet Sie ein Feuerwerk an Geschichten: Fröhliche, traurige, skurrile, runde, bunte, abenteuerliche und auch erotische. Viel Vergnügen!

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Und wenn wir schon dabei sind: Eine Bewertung bei Amazon – kritisch, positiv oder auch kritisch-positiv – ist immer erwünscht. Danke!

 

Keine Schadenfreude, bitte!

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„Sex sells“ und „Wetter geht immer“. Zwei Ansagen, die mir aus der Anfangszeit meiner Journalistenausbildung in Erinnerung geblieben sind. Den Sex denken wir uns jetzt mal. Reden wir also über das Wetter. Das geht in Kanada so: Vor dem Winter ist nach dem Winter.

Vor knapp einer Stunde, am 13. Oktober 2018 um 10:30 Uhr, wurden wir wieder einmal daran erinnert, wo wir eigentlich leben. Wir leben in einem Land, in dem nur Eishockey eine noch größere Rolle spielt als das Wetter. Es hat Schnee geregnet. Man nennt es Schneeregen.

Den geneigten Leserinnen und Lesern meines kleinen Blogs wird nicht entgangen sein, dass mein Verhältnis zum Schnee vergleichbar ist mit dem zu einem Irren in Washington. Ich hasse ihn. Und  den Anderen erst recht.

Weil auch Journalisten im Ruhestand noch so etwas wie eine Chronistenpflicht haben, stelle ich heute drei Fotos anheim: Das obere ist heute früh entstanden. Die beiden unteren vor sieben, bzw. siebzehn Jahren. Alle drei zeigen jeweils den ersten „Wintertag“. Wobei: Winter ist ein großes Wort für ein bisschen Schnee.

Einige meiner Blog-Leserinnen und –Leser im deutschen Sprachraum können sich vermutlich an Tagen wie diesen eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen. Ich weiss, bei Euch ist der Himmel heute blau und es hat 27 Grad. Aber auch das wird sich ändern. Denn der nächste Winter … naja, lassen wir das.

Schönes Wochenende allerseits!

Trauerspiel mit Trump und Moore

Mit Michael Moore ist es ein bisschen wie mit McDonald’s. Man weiss, was einen erwartet und es schmeckt eigentlich nichts so richtig. Wenn man dann alles hinter sich gebracht hat, ist man zwar satt, aber nicht immer zufrieden.

So jedenfalls ging es mir, als ich eben Michael Moores neuesten Film „Fahrenheit 11/9“ gesehen habe. Die Doku rund um die Politik von Donald Trump zeigt Moores Ankündigung zufolge, „wie der Wahnsinn anfing und wie man ihn beendet“.

Fahrenheit 11/9 ist nicht zu verwechseln mit Fahrenheit 9/11. Der Titel bezieht sich auf den 9. November 2016, das Datum, an dem Trumps Wahlsieg verkündet wurde. Damals, auch schon wieder 14 Jahre her, hatte Moore die Politik der Bush-Regierung nach dem Anschlag auf das World Trade Center thematisiert. Dass man sich eines Tages glatt nach George W. Bush als Präsident zurück sehnen möchte, ist Teil der hoffnungslos verqueren amerikanischen Politszene.

So richtig viel Neues bietet „Fahrenheit 11/9“ nicht. Die meisten der dümmlichen, sexistischen und rassistischen Trump-Clips kennt man bereits aus dem Fernsehen. Viele der O-Töne, die Moore unter anderem in Schulklassen einfängt, gehen zwar unter die Haut. Aber wie so oft predigt der Filmemacher zu den Bekehrten.

Egal wie hoch Michael Moore den Arschlochfaktor von Donald Trump ansetzt, die Wirklichkeit ist leider immer noch schlimmer. Das verleiht dem Film eine dramaturgische Hilflosigkeit, die er nicht verdient hat.

Die Aufreger-Momente Fahrenheit 11/9 sind entweder schon bekannt, oder aber vorhersehbar. Was zurück bleibt, ist die abgestumpfte Fassungslosigkeit über einen Präsidenten-Darsteller, der nicht ins Weiße Haus gehört sondern ins Irrenhaus.

Viele der Szenen im Film spielen in Moores Heimatstadt Flint/Michigan: Bleiverseuchtes Trinkwasser und ein selbstverliebter Halbkrimineller als Gouverneur. Die Not unter der Bevölkerung ist groß. Sie hat zwar keine Jobs, dafür aber ständig Angst, krank zu werden. Das Unheil hatte übrigens begonnen, noch ehe Trump Präsident geworden war.

Als dann ein Erlöser namens Obama aus der Air Force One tritt, hofft der Kinobesucher endlich auf einen Lichtblick in diesem Depri-Drama. Bestimmt würde der damalige Präsident dem Spuk in Flint/Michigan ein Ende bereiten. Weit gefehlt.

Moores ernüchternde Erlärung lässt einen noch tiefer in den Kino-Sessel sinken. Also doch: Auch Obama war nicht der Heilsbringer, für den ihn bis heute so viele halten. Zum Beweis dafür, dass sich die Menschen von Flint/Michigan nicht so aufspielen sollen und das dortige Trinkwasser völlig in Ordnung sei, nippt er an einem Glas. Surprise, surprise: Er überlebt!

Wieder ein Traum vom guten Amerika geplatzt.

„Fahrenheit 11/9″  hatte kürzlich beim Torontoer Filmfestival Weltpremiere. In Deutschland ist der Film noch nicht angelaufen. Ein Termin steht nicht fest.