Und alles, alles Gute … für 2013

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WordPress ist die Firma, die den technischen Teil meines Blogs abwickelt. Kostenlos! Und am Jahresende gibt’s sogar noch eine ganz individuelle Blog-Statistik dazu.

Mit Einzelheiten möchte ich Sie nicht langweilen. Deshalb nur so viel: Sie, liebe Leserinnen und Leser, befinden sich nicht nur in guter, sondern auch großer und vor allem internationaler Gesellschaft.

Blogbesucher aus insgesamt 98 Ländern haben im abgelaufenen Jahr angeklickt. Die meisten kamen aus Deutschland, Kanada und Österreich. Aber auch Besucher aus Japan, Burma, Australien, Ghana, Tahiti und Hawaii waren dabei. Viele davon – auch das geht aus der Blog-Statistik hervor – liessen sich per Google-Translater die Beiträge in ihre jeweilige Sprachen übersetzen.

Meine guten Wünsche zum Jahreswechsel verbinde ich mit der Hoffnung, dass es im neuen Jahr noch mehr werden. Blogleser und Länder.

Kleine Neuerung für 2013: Ab sofort ist nun auch die Kommentarfunktion geöffnet. Sie sind herzlich eingeladen, davon Gebrauch zu machen.

Frohes Neues Jahr!  Happy New Year!  Bonne Année!

Ich liebe mein Baby!

Logo: BlogBlogBaby

So ein Blog ist eine feine Sache. Man kann damit sein Plapperbedürfnis stillen. Freunde und Familie darüber auf dem Laufenden halten, was hier so abgeht. Auch zum Dampf ablassen eignet sich so ein Blog wunderbar. Und überhaupt: Wer braucht heute noch einen Therapeuten? Blogpapier ist geduldig, umweltfreundlich und gratis.

Gerade mal sieben Wochen ist es jetzt alt, mein Baby. Und ich liebe es mit jedem Tag mehr. Es ist zwar ständig hungrig. Aber es schreit nicht, schläft durch und hat inzwischen viele Bewunderer. Ein richtiger Wonneproppen, dieses Blöggle. Manchmal bekommt mein Baby auch Geschenke. Die kommen dann ins Kommentar-Fach.

Doch wie jedes Baby braucht auch mein Blog viel Aufmerksamkeit. Das Füttern ist manchmal schwierig. Es passieren schließlich nicht jeden Tag weltbewegende Dinge. Aber oft sind es gerade die Erlebnisse auf den Nebenschauplätzen, die Menschen berühren, interessieren, unterhalten. Einen anderen Anspruch erhebe ich ja auch gar nicht.

Mir tut der Blog gut. Lore findet, ich sei viel ausgeglichener, seitdem ich wieder mehr schreibe. Genau: Dieses Schreiben hat mir in all den Jahren schon sehr gefehlt. Fürs Radio plappern ist toll und bringt sogar richtig Kohle. Seminare geben: Wunderbar. Aber nichts ist so schön wie eigene Texte zu verfassen und dabei Stimmungen, Informationen, ja sogar Gefühle zu transportieren. Und wenn es dann noch Menschen wie Sie gibt, denen meine Blog-Geschichten Freude machen, ist der Dichter glücklich und zufrieden. Wie ein Baby.

Aber ich merke schon jetzt: So ein Blog kann manchmal auch stressig sein. Habe ich niemanden vergessen, der eine Erwähnung verdient? Stimmen die Locations, die  Daten, die Fakten? Wer hat nun den Spruch kolportiert, wonach Gäste nach drei Tagen anfangen zu stinken wie Fische? War ich es, wie Michael aus München in einer Mail behauptet? Oder doch etwa er? Aussage gegen Aussage. Sagen wir einfach: Der Fischvergleich ist nicht ganz frisch. Benjamin Franklin (1706-1790) soll ihn auch schon herangezogen haben..

Noch so eine Blog-Falle: Trete ich der Frau an meiner Seite auf die Seele, wenn mit dem alten Leben auch alte Lieben zur Sprache kommen? Bisher ging alles gut. Keine Regressansprüche, keine Schadensersatzklagen, keine Scheidungsdrohungen. Nur Liebesbezeugungen.

Da freut sich mein Baby.

Blog-Schock am Morgen

Ganz ehrlich? Die zahlreichen Reaktionen auf meinen kleinen Kanada-Blog („My little dog-and-pony-show“, würde David Letterman sagen) haben mich total überrascht und auch ein bisschen berührt. So viel Anteilnahme an unserem Leben in Kanada hätte ich nicht erwartet. Nach gerade mal sieben Posts war meine Mailbox bereits heute früh zum Bersten voll – wie schön! Es freut mich, dass offensichtlich so vielen von euch meine kleinen Schmankerln aus dem ganz normalen kanadischen Wahnsinnsalltag gefallen. Nach so vielen Jahren in Hörfunkstudios und Seminarsälen hatte ich schon fast vergessen, wie viel Spaß das Schreiben machen kann. Jetzt habe ich den schönsten Beruf der Welt eben ins Internet verlegt.

Das beste daran: Ich kann endlich ohne Zeitdruck schreiben, muss keine Themenvorgabe beachten und auch keine journalistischen Grundsätze einhalten. Auf meiner eigenen Plattform darf ich (hoffentlich!) ungestraft Information und Meinung vermischen, Spekulationen anstellen und bei den Fotos sogar auf die im Onlinejournalismus vorgeschriebenen ALT-Tags verzichten. (SeminarteilnehmerInnen: bitte weghören!) Nur einem journalistischen Prinzip werde ich auch auf dieser Spielwiese treu bleiben: Was wahr ist, muss wahr bleiben.

Mein Uralt-Kumpel Börnie sorgt sich um mich von seiner Allgäu-Ranch aus: das willst du jetzt täglich machen? immer eine neue geschichte? wäre mir zuviel arbeit. aber vielleicht ist täglich ja auch nicht nötig. ich habe deinen dienst jedenfalls jetzt mal abonniert und werde ihn immer mal wieder überfliegen. das meiste aus deiner privatsphäre kenne ich ja sowieso schon, außer wenn du in neuen filmen warst.“

Na bitte. Jetzt weiß Börnie eben auch so weltbewegende Dinge, wie oft ich im Kino war und ob es sich gelohnt hat, $ 5.99 für einen eher peinlichen Chick-Flick hinzulegen. Ob der Blog täglich, wöchentlich oder alle drei Tage erscheint – das wird sich zeigen. Schließlich peile ich damit kein Geschäftsmodell an. Auch das empfinde ich als einen Luxus, den ich nie hatte: Ich gönne mir künftig die Freiheit, den Erscheinungsrhythmus selber zu bestimmen.

Ahhh … die Gnade des Alterns.