Palma: Die Nacht der Wilden

feuerbannerVergangene Nacht in Palma: Feuer spuckende Drachen. Von Flammen berauschte Dämonen. Als Teufel verkleidete Mallorquiner, die in brandgefährlicher Nähe zu den Zuschauern ein Funkenmeer versprühen: Der Correfoc zu Ehren des Schutzheiligen Sant Sebastià stellt alles in den Schatten, was ich bisher an Pyrotechnik erlebt habe.

Eine Nacht lang herrscht Ausnahmezustand. Selbst die Stühle und Bistrotische der Straßencafés werden vorübergehend in Sicherheit gebracht. Diese Nacht gehört den Wilden mit ihren Feuerwerfern. Tausende von Menschen bevölkern die Rambla, um Zeuge eines Spektakels zu werden, das seinesgleichen sucht.

Den Correfoc mit einem schnöden Feuerwerk zu vergleichen ist, als würde man einen Waldbrand einem gezündeten Streichholz gleichsetzen. Natürlich wissen die Palmesanos, welche Schäden die Flammenwerfer anrichten können. Die ganz Mutigen stellen sich deshalb den Brandkanonen in feuerfester Kleidung in den Weg. Der Correfoc ist nichts für Zaghafte.

In den meisten Ländern der Welt wäre so ein Event vermutlich allein schon aus Sicherheitsgründen undenkbar. Aber selbst die Großen und Mächtigen mussten bislang vor der Kraft des Feuers kapitulieren. Das Ansinnen der EU, den Correfoc zu untersagen, wurden von den stolzen Mallorquinern schlicht ignoriert. Ein weiterer Grund, die Insel und ihre Bewohner zu lieben.

Der Feuerlauf findet jedes Jahr zu Ehren von Sant Sebastià statt, dem Schutzpatron der mallorquinischen Hauptstadt. Im Jahr 1559, als Palma von der Pest  heimgesucht wurde, galt der Heilige Sebastian als Helfer in der Not.

>>> Hier gibt’s ein kurzes Video auf Youtube <<<

(Video und Fotos sind aktuell. Weil sich meine Empfindungen seither nicht geändert haben, wurde der Text vom Vorjahr übernommen).

(K)ein bisschen Ballermann

baller_bannerEIN SAMSTAG-SPAZIERGANG über das, was die Welt „den Ballermann“ nennt: Kein Naserümpfen, nur schöne Strände, Blumenrabatte, Kiter und Stehpaddler. Und ganz viele geschlossene Hotels. Der „Wurstkönig“ gönnt sich einen Winterschlaf und auch die „Bierstraße“ macht die Schotten dicht. Ohne Ballermänner ist der Ballermann eine Wonne. Unsere kleine Foto-Expedition beginnt in Arenal und endet in Can Pastilla.                                                                                                   Alle Fotos © Bopp

Winter in Palma: Alles grün

gruenEIS UND SCHNEE IM WINTER – das war gestern. Auf Mallorca grünt immer irgend etwas. Für jemand, der aus einem Land kommt, das fast die Hälfte des Jahres Winter hat, sind jedes Gras, jeder Wildwuchs, jede noch so zarte Blüte im Januar wie ein Wunder der Natur. Was für die Mallorquiner so selbstverständlich ist wie der Cortado an der Cafébar, ist für unsereins noch immer schwer zu glauben. Es ist Winter. Wir frieren nicht. Und es grünt an jeder Ecke. Im Januar.                                                          Alle Fotos © Bopp     

Ein Sonntag in Santa Maria

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ES IST NICHT WEIT VON PALMA NACH SANTA MARIA. Mit dem Zug gerade mal eine halbe Stunde. Perfekt für einen Sonntagsausflug. Wem alles Wurst und Käse ist, der fühlt sich in dem kleinen Dorf auf der Strecke nach Sa Pobla gut aufgehoben. Vor allem am Sonntag. Da findet in Santa Maria ein wunderbarer Wochenmarkt statt. Mit Säcken voller Schnecken und Bergen von Schinken. Mit Körben voller Radieschen und Fässern mit Sardinen. Und mit mehr Olivensorten als Wikipedia kennt. Aber es gibt auch Wellensittiche im Käfig, die einem leid tun können. Und einen Kirchturm, der sich verschämt hinter heißen Höschen versteckt, die sich im Winde abkühlen.                                    Alle Fotos: © Bopp

Palma: Stadt satt und mehr Meer

stadtbannGESTERN WAR ES DER HAFEN. Heute ist es das Meer. Und auch ein bisschen Stadt. Vom Zentrum aus in Richtung Portixol und El Molinar und wieder zurück. Mit Hunden und Tangoröckchen. Mit Musik und einer Rolle rückwärts am Strand. Und immer mit ganz viel Sonne. Ganz viel Spass!                                                                         Alle Fotos: © Bopp