Nach Little Italy auf den Markt

Montrealer Märkte sind bekannt. Im Norden der Marché Jean-Talon, im Süden der Atwater Market. Im Osten dann der Marché Maisonneuve. Dazwischen jede Menge kleine und nicht so kleine Märkte mit einem kulinarischen Angebot, das vom Lobster bis zum Käsekuchen reicht.

Wir haben uns heute nach einer ausgiebigen Stadtwanderung in die U-Bahn gesetzt und sind zum Jean-Talon-Markt gefahren. Es ist eine gefühlte Ewigkeit her, dass ich dort oben, am nördlichen Ende des Blvd. St. Laurent, war. Man hat ja einen der schönsten Märkte unmittelbar vor der Haustür. Warum also dann in die Ferne reisen?

Warum? Weil unser Nachbar-Markt, der Marché Atwater, zwar wunderschön ist (und leider auch ganz schön teuer), weil es aber eben auch noch andere Märkte gibt, die es sich zu besuchen lohnt.

Der Marché Jean-Talon liegt mitten in Little Italy, das Angebot ist entsprechend südländisch geprägt. Umgeben von Trattorien, Pizzerien und Ristorantes aller Preisklassen, liegt dieser überdachte Markt, den es schon seit 1933 gibt.

Um diese Jahreszeit legen sich die Marktändler besonders ins Zeug. Erntefrische Tomaten, die wegen der Einwecksaison korbweise verkauft werden, Paprikaschoten in allen Farben und Gemüsearten, von denen ich einige nicht einmal vom Hörensagen kannte.

Besonders beliebt ist um diese Jahreszeit Knoblauch aus Québec, der die Stände in Form von hübschen Girlanden ziert.

Zur Stärkung zwischendurch ofenfrische Pasta bei „Pizza Motta“, einem Feinkost-Italiener, der schon bei meiner Ankunft in Montreal vor 40 Jahren Tradition hatte.

Viel Spaß beim Durchklicken der Fotos und: Buon appetito!