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Über Herbert Bopp

Deutscher Journalist bloggt aus Kanada. Lebt in Montréal, auf Mallorca und im Internet. Mag Kommentare am liebsten per Mail: bloghausmail@herbertbopp.com

Schwabokanadier unter sich

„Die Heimat im Ohr“. Dieser schöne Satz stammt von Lore. Sie gab ihn heute beim Frühstück von sich, nachdem sie am Abend zuvor in der ARD-Mediathek „Trash Detective“ gesehen hatte. Das ist einer dieser zauberhaften Filme, die vermutlich nur Schwaben verstehen.

Bei uns daheim wird Schwäbisch gesprochen. Nicht die Stuttgarter Akademiker-Variante, wie sie etwa die Herren „Häberle und Pfleiderer“ verwendeten, die in den 50er- und 60er-Jahren über süddeutsche Schwarz-Weiß-Bildschirme flimmerten. Aber auch nicht das krasse Ummendorfer Umlach-Schwäbisch.

Dort ist der Satz: „D’r Eberhard soll da Apprat na trah“ nicht etwa zu Chinesisch mutiert, sondern bedeutet nichts anderes als: „Der Eberhard soll den Apparat hinuntertragen“. Dienstag heißt bei uns nicht wie in Ummendorf „Zaischdig“, sondern „Dienschdag“.

So viel Zugeständnis an das Hochdeutsche muss sein.

Schwäbisch ist für uns kein politisches oder gar landsmannschaftliches Statement. Es ist einfach die Macht der Gewohnheit, die den Dialekt in unserem Hause am Laufen hält. Und das, obwohl wir seit 35 Jahren nicht mehr im schwäbischen Sprachraum leben, sondern in Kanada.

„Würde es Ihnen etwas ausmachen, in ihren Korrespondenten-Beiträgen statt ‚Samstag’ ‚Sonnabend’ zu sagen?“, fragte mich der NDR-Redakteur schon ganz zu Beginn meiner Radio-Laufbahn höflich, aber bestimmt. Natürlich machte es mir nichts aus.

Umgekehrt haben es die KollegInnen vom SWR immer gerne gehört, wenn „das Schwäbische“ auch in meinen Rundfunkbeiträgen hörbar war. „Fanget Se jetzt bitte it damit a, aus’m Samstag en Sonnabend zu macha„, ist mir die Warnung eines Kollegen vom Sport noch in guter Erinnerung.

„Hoscht scho a Görlfriend“?, wollte ein „Hutterer“ einmal von mir wissen. Für die Nachkömmlinge Südtiroler Sektierer, die in „Kommunen Gottes“ auf „Bruderhöfen“ in der kanadischen Prärie leben und nie Schriftdeutsch gelernt haben, ist es einfacher, auf Schwäbisch zu kommunizieren als auf Hochdeutsch oder gar Englisch.

Unser Sohn Cassian, gebürtiger Montrealer, hatte das große Glück, mit drei Muttersprachen aufzuwachsen. Deutsch wurde ihm in die Wiege gelegt. Englisch und Französisch musste er sich schulisch hart erarbeiten. Heute spricht und schreibt er alle drei Sprachen akzent- und fehlerfrei wie ein „native speaker“.

Beim Schwäbisch kommt er allerdings schon mal ins Schleudern. Da wird der Hochzeitstag dann zum „Heiratsdag“. Und dass er bei einem Wirtshausbesuch im Allgäu trotz fließender Kenntnisse der Landessprache nicht wusste, was ein „Spezi“ ist, empfand die Kellnerin fast als einen persönlichen Affront. „Aber du schwätscht doch sonscht so guat Schwäbisch“?, entfuhr es ihr.

Das Wort „Spezi“ war ihm trotzdem fremd. Woher sollte er es auch kennen? Den Getränkemix gibt es nun mal nicht in Kanada.

Video: „Häberle und Pfleiderer“ mit Willy Reichert und Oscar Heller

„Hoscht scho a Görlfriend“?  > Besuch auf einer Hutterer-Kolonie in Manitoba <

Und alle singen Leonard Cohen

Ein bisschen viel Leonard Cohen in letzter Zeit im Blog? Schon möglich. Aber es ist nun halt mein Blog. Und Sie sind halt mal beim Cohen-Fan-Hauptquartier in Montreal gelandet. Da müssen Sie jetzt durch. Heute Abend: Singalong mit Leonard Cohen.

Einer dieser Montreal-Momente:

Aus der U-Bahn-Station „Place des Arts„, direkt unter der Konzerthalle, erklingen „Hallellujah“ und „Bird on the Wire“ und noch ein Dutzend andere Cohen-Songs. Nicht aus der Konserve, sondern live. Gesungen von Männern und Frauen, die sich trauen, zwischen fünfzig, sechzig Leuten ein Mikro in die Hand zu nehmen und zu den Klängen einer ziemlich guten Amateurband Leonard-Cohen-Lieder zu singen.

Und schon stimmen alle in die Songs ein. Karaoke mitten im Feierabend-Verkehr.

Ein Typ, der sich als Belgier vorstellt, ein Kerl mit Baskenmütze und leicht britischem Akzent, eine junge Frau, die ein Hallelujah mit Gänsehaut-Effekt hinlegt. Und eine nicht mehr ganz so junge Frau, die hüftschonend mit den Schultern wippt und vorsichtshalber eine Familienpackung Papiertaschentücher mitgebracht hat.

Eine andere junge Frau verteilt die Playlist, die an diesem Spätnachmittag angesagt ist. Zwei, drei Fernsehteams sind auch gleich zur Stelle. Und plötzlich steigt die coolste Cohen-Party, die sich mein Held nur wünschen könnte.

Vor genau einem Jahr ist er gestorben. Und weil auch in einer Metropole wie Montreal die weltbekannten Künstler nicht an den Bäumen wachsen, wird Leonard Cohen in diesen trüben Novembertagen immer und immer bemüht. Und sei es nur zum Karaoke in der U-Bahn-Haltestelle.

Gut gemacht, Montreal. So long, Lenny!

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Ein Abend mit meinem Mann

Leonard Cohen hat viele Songs geschrieben, die mir ans Herz gegangen sind. „I’m your Man“ war einer von ihnen. Ohne ihn wäre mein Leben ärmer. Ohne Cohen und ohne den Song. Gestern Abend wurde ich reichlich beschenkt: Mit einem Konzert zu Ehren des vor einem Jahr verstorbenen Sängers. Mit einem Staraufgebot, wie man es nur selten erlebt.

Von Sting bis Elvis Costello, von k.d. lang über Feist bis zu dem Hollywood-Comedian Seth Rogen. Von Courtney Love, der Witwe von Curt Cobain, bis zu Céline Dion, die per Video-Botschaft einen Cohen-Song in die Menge hauchte, der selbst jenen den Atem verschlug, die sonst mit der Diva nur wenig anfangen können.

Ein Cohen-Fan war ich gefühlt schon immer und werde – echt jetzt – auch immer einer bleiben. Auch wenn „my man“ längst in anderen Sphären „Closing Time“ singt, kann ich noch immer nicht genug von ihm hören, sehen, lesen. So muss es wohl auch 15.000 anderen ergangen sein, die zum „Leonard Cohen Memorial Concert“ ins Montrealer “Bell Centre“ gekommen waren, um ihrem Helden noch einmal die Reverenz zu erweisen.

Als Leonard Cohen vor einem Jahr starb, bin ich zu seinem Haus am „Place du Portugal“ gepilgert, habe eine Kerze gezündet und so lange „So long Marianne“ mitgesungen, bis mir das Wasser in den Augen stand.

Adam Cohen war vom Vater kurz vor dessen Tod per Erb-Dekret auferlegt worden, das gestrige Memorial-Konzert zu organisieren. Der Sohn, selbst ein arrivierter Künstler, hat Großes geleistet. Ein mehr als dreistündiges Event zu gestalten, ohne auch nur eine Sekunde Langeweile aufkommen zu lassen, ist eine Meisterleistung.

Großartig auch, dass die Stars des Abends ohne Gage auftraten. Der Reinerlös floss in eine Stiftung für kanadische Nachwuchstalente.

Um an Tickets für dieses denkwürdige Event zu kommen, war Multitasking gefragt. Als an einem Samstag im vorigen Sommer die Karten im Internet verkauft wurden, fieberte ich mit Laptop, Handy und Kreditkarte dem Moment entgegen, der mir die Plätze im Bell Centre garantierte. Innerhalb weniger Minuten waren die Tickets ausverkauft. Viele von ihnen – nicht unsere – für tausend Dollar und mehr.

Als hätte der gestrige Abend nicht ohnehin schon genügend Highlights geboten, gab es irgendwann noch Besuch von Justin Trudeau und seiner Frau Sophie. Dabei plauderte der kanadische Premierminister ein wenig aus dem Nähkästchen.

Den ersten Tanz als Ehepaar tanzten Justin und Sophie bei ihrer Hochzeit zu einem Cohen-Lied: „I’m your Man“ – was sonst?

Das komplette Konzert wird ist am 3. Januar bei CBC-Fernsehen zu sehen. Ein Film von dem Memorial ist für Januar 2018 geplant.

Die Konzertkritik der Montreal Gazette gibt’s  >> HIER <<

Wandbemalung im Viertel „Plateau-Mont-Royal“. Als wäre er Everybody’s Man. Fotos: Bopp

 

Die Frau Oberbürgermeisterin

Manchmal gehen Wünsche ja doch in Erfüllung, wenn man brav ist: Meine Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl in Montreal hat gewonnen. Valérie Plante wird das erste weibliche Stadtoberhaupt in der Geschichte meiner Wahlheimat. Mit ihrer Charmeoffensive hat sie es geschafft, den bisherigen OB Denis Coderre aus dem Rennen zu werfen.

Dabei war Monsieur Coderre kein schlechter Oberbürgermeister. Er hat der Stadt einen Stempel aufgedrückt, den so schnell keiner mehr abwaschen kann. Manchen war dieser Stempel dann auch zu kostspielig und, sagen wir es ganz offen, zu großkotzig.

Warum eine Stadt wie Montreal mitten in einer riesigen Grünfläche noch dreieinhalb Millionen Dollar teure Baumstümpfe aus Marmor braucht, bleibt das Geheimnis der bisherigen Stadtverwaltung.

À propos Geheimnis: Davon hatte Denis Coderre wohl einige. So wollte er bis wenige Tage vor der Wahl partout nicht mit der Sprache herausrücken, wie viele bezahlte Tickets im vorigen Sommer für das erste Formel-Eins-Rennen für Elektroautos eigentlich verkauft wurden: Gerade mal 5.000. Verschenkt wurden dagegen mehr als 20.000. Es war ein blamables Zuschussgeschäft.

Das kam nicht gut an bei den Hunderttausenden Montrealern, die auf ihrem Weg zur Arbeit Tag für Tag ihre eigene Rennstrecke zu bewältigen haben. Die orangefarbenen Baustellenkegel sind zu einem Symbol für schlampige Koordination geworden – ein Thema, das den gesamten Wahlkampf beherrschte.

Titelseite der Montreal Gazette – Illustration © Aislin

Natürlich wird Valérie Plante alles anders, besser, preisgünstiger machen. Sagt sie. So ist eine neue U-Bahnstrecke vom Norden in den Südwesten der Stadt geplant. Dass die neue Métrolinie „Pink Line“ heißen soll, mag den Machos unter den Montrealern zwar nicht so richtig einleuchten. Aber nun denn, wenn sie in Rosa schneller in die Innenstadt kommen als in ihren Pickup-Trucks, dann soll’s auch recht sein.

Valérie Plante ist mit ihren 43 Jahren eine politische Newcomerin. Bislang war sie ausschließlich im sozialen Bereich tätig. Als Nachrückerin sitzt sie seit gerade mal elf Monaten im Stadtrat.

Aber schon bald gelang es ihr, die Menschen zu begeistern: Mit Tierschutz-Themen, mit Vorschlägen für mehr sozialen Wohnungsbau, mit Versprechungen, Wege für Fußgänger und Radfahrer sicherer zu machen. Und nicht zuletzt mit ihrem ansteckenden Lachen, das auch gestern wieder im Corona-Theatre bei mir um die Ecke zu hören war, wo sie mit ihrem Team „Projet Montréal“ ihren Erdrutschsieg feierte.

So ganz sicher war ich mir bis zum Schluss nicht, ob mir die Kombi aus Leistung, Anspruch und Lächeln genügt, mein Kreuzchen hinter ihren Namen zu machen. Noch vor wenigen Tagen konnte ich einem Videoreporter der Montreal Gazette keine klare Antwort auf die Frage geben, wem ich nun eigentlich meine Stimme geben würde.

Aber vor dem Hintergrund einer meist männlichen Politiker-Verdrossenheit geht man auch gerne mal ein Risiko ein. Deshalb also ist Valérie Plante „meine Oberbürgermeisterin“.

Ich hoffe, sie enttäuscht mich nicht.

Freitagabend in Hochelaga: Zu Gast bei Julian, Meriem und Bob Marley

Der Barbier von Hochelaga. © Alle Fotos: Bopp

Wer einen Freitagabend im Montrealer Stadtteil Hochelaga verbringt, braucht schon einen Grund. Preise für geglückte Städteplanung wird das „Quartier“ tief im Osten der Stadt wohl genau so wenig einheimsen wie Sterne für kulinarische Höchstleistungen der Restaurants. Von ihnen scheint es in Hochelaga noch weniger zu geben als Papierkörbe. Und das will etwas heißen.

Warum dann die zehn U-Bahn-Stationen von St. Henri nach Hochelaga auf sich nehmen? Zum Beispiel, weil dort Julian und Meriem wohnen. Zwei Zugezogene die noch dabei sind, in Montreal richtig Fuß zu fassen.

Meriem stammt aus Tunis und forscht als Wissenschaftlerin an der Früherkennung von Gehirntumoren. Julian kommt aus Saarbrücken. Als freier Journalist beliefert er deutschsprachige Medien mit Korrespondenten-Beiträgen.

Beide sind um die 30. Montreal haben sie sich ausgesucht, weil es sich hier gut forschen, leben und arbeiten lässt. In den Stadtteil Hochelaga hat es sie eher zufällig verschlagen. Vielleicht haben auch die vergleichsweise niedrigen Mietpreise eine Rolle gespielt.

Wer in Hochelaga lebt, spielt zwar nicht in der Porsche-Liga. Doch die Gegend hat auch ihren Reiz. Die Mischung aus geerdeten Quebecern und  hippen Zugezogenen verleiht Hochelaga eine urbane Coolness. Vor allem unter der U40-Generation ist Hochelaga wegen der Nähe zur Innenstadt eine gefragte Location. Nicht ohne Folgen: Die demografische Zusammensetzung schafft, wie in einigen anderen Montrealer Stadtteilen auch, Konflikte. Der Begriff „Gentrification“ ist zum Reizwort für alles geworden, was man sich gerne leisten würde, aber nicht kann.

Wenn man erst einmal die Eingeweide der Stadt hinter sich gelassen hat, um die Metro-Station Frontenac mit der Rolltreppe zu verlassen, sieht man als erstes „einen Polen“. Ich meine das nicht despektierlich, aber ich weiss nicht, wie ich es sonst formulieren könnte. Es ist kein Restaurant und auch keine Backstube. Für einen Feinkostladen fehlt ihm der Schliff. Die Perogies, die „der Pole“ an der Ecke anbietet, sind lecker. Ich kenne sie von früheren Besuchen.

Überhaupt ist mir Hochelaga ziemlich vertraut. Als unsere Freundin Marjolaine im Herbst 2011 Wahlkampf für die links-soziale NDP machte, klebten wir nächtelang Plakate für sie. Ihr Wahlbezirk ist Hochelaga. Nicht nur hat sie damals den Einzug ins Bundesparlament geschafft. Sie ist vier Jahre später auch mit Glanz und Gloria wiedergewählt worden. Bodenständigkeit und Fleiß werden in Hochelaga belohnt.

Hat man „den Polen“ beim U-Bahnhof erst einmal hinter sich gelassen, geht es zu Fuß in Richtung Westen. Während in der Montrealer Innenstadt um diese Zeit der Bär tanzt, scheint er in Hochelaga in einen verfrühten Winterschlaf verfallen zu sein. Tote Hose so weit das Auge reicht.

Doch dann plärrt dir plötzlich Reggaemusik entgegen. Klar, dass dich in diesem Augenblick nichts brennender interessiert als die Frage: Wo steckt Bob Marley?

Er steckt nicht, er hängt. Und zwar ziemlich genau eine Kopflänge über dem Schädel, den ein Kerl im Reggaelook gerade barbiert als gelte es Udo Walz Konkurrenz zu machen.

„Darf ich reinkommen“? Man will ja nicht stören. „Have a seat, man“, sagt der Kerl.

Aber ich will nicht sitzen und ohnehin eignet sich mein Haupthaar nicht für Dreadlocks. „Darf ich fotografieren“?, frage ich den Reggaeman. „Shoot!“, sagt der. Und richtet die linke Hand in Pistolenposition auf mich, während die Rechte weiterhin Udo Walz spielt. Ich zücke mein Handy und schieße zurück.

Was macht man, wenn man eine halbe Stunde zu früh für die Essenseinladung vor dem Haus der Gastgeber steht? Man geht einfach weiter. Durch Wohnstraßen, in denen die Fenster verbarrikadiert sind, vorbei an zugenagelten Geschäftsräumen, in denen das „à louer“-Schild an bessere Zeiten erinnert. Gute Nacht, Hochelaga.

„Bistro sur la Rivière“ – auch ohne Bach ein hübscher Platz.

Und dann, als es schon fast Zeit für den Dinnerbesuch ist, baut sich vor dir ein herrlich verträumtes Bistro auf, mit dem wunderschönen Namen „Bistro sur la Rivière“. Wen stört’s, dass es an dieser Ecke weit und breit keinen Bach gibt, der den Namensgeber inspiriert haben könnte.

Die Speisekarte liest sich lecker. Jetzt meldet sich auch schon der 19-Uhr-Hunger. Gleich wird Julian eine herrliche Gemüsesuppe servieren, deren Namen ich vergessen habe. Und Meriem, die Vegetarierin, kredenzt ein Couscous ähnliches tunesisches Pasta-Gericht mit Gemüse, dazu selbst gebackenes Brot und Hühnchenbrust für die beiden Fleischesser am Tisch.

Nwasser: Lecker – ob mit oder ohne Fleisch.

Man isst und redet, trinkt Kombucha und Wein, isst weiter und hätte an diesem Abend vermutlich sämtliche Probleme der Welt durch reden aus der Welt geschaffen, wäre da nicht die letzte U-Bahn, die einen zurück nach St. Henri bringt.

Übrigens wurde Hochelaga von den Irokesen gegründet. Als der Entdecker Kanadas, der Franzose Jacques Cartier, 1535 dort anlegte, um den Indianern als erster Europäer einen Besuch abzustatten, schüttelte er die Hände der Ureinwohner. Das fanden sie lustig und nannten sich künftig Hochelaga.

Es bedeutet „Menschen, die Hände schütteln“.